27.06.2021, 21:08
(27.06.2021, 19:30)Gast schrieb:(27.06.2021, 19:00)Gast schrieb:(27.06.2021, 17:15)Gast schrieb:(27.06.2021, 17:08)Gast schrieb: Glück ist in jedem Fall ein Faktor und zwar ein nicht unerheblicher. Daneben sind aber natürlich auch Talent und Fleiß wichtig. Als wirklich talentierter und fleißiger Jurist kann man - entgegen einiger (unzutreffender) Unkenrufe hier aus dem Forum - durchaus 9 Punkte aufwärts erzwingen, auch wenn man im Examen (bzw. genauer: in allen Anläufen) kein bzw. wenig Glück haben sollte.
Ein gutes Abitur ist sicherlich schonmal kein schlechtes Zeichen, aber auch alles andere als ein Selbstläufer für das Jurastudium. Wenn du eine halbwegs (!) brauchbare Einschätzung haben möchtest, ob dir das Jurastudium liegen könnte (!), sind die Noten in Deutsch, Mathe und ggf. Latein aus meiner Sicht die besten (aber immer noch schlechten) Indizien. Dabei ist aber auch extrem wichtig, wie du zu deinen Noten gekommen bist. Mit purem Auswendiglernen kommt man im Jurastudium nicht weit. Die Noten sind umso aussagekräftiger, je weniger sie auf stupidem Lernen und je mehr sie auf Strukturverständnis und logischem Denken beruhen.
Ich persönlich würde nicht nochmal Jura studieren. Nicht wegen schlechter Noten oder weil es mir keinen Spaß machen würde, sondern weil ich glaube, dass ich mit einem anderen Studiengang glücklicher geworden wäre.
Wenn du das Studium aber von vorneherein deswegen in Angriff nehmen willst, weil es dich mehr als alle anderen Studiengänge interessiert (und zwar in der Sache, nicht wegen des Geldes/Ansehens, das mit juristischen Berufen in Verbindung gebracht wird), wirst du aber wahrscheinlich trotz der Ratschläge aus deinem persönlichen Umfeld mit dem Jurastudium beginnen und in diesem Fall ist das auch richtig so. Lass dir auf keinen Fall ein Studium aufschwatzen, das dir nicht gefällt.
Wie kann man logisches Denken denn eigentlich trainieren? Du sagtest, dass stupides Auswendiglernen Fehl am Platz ist. Hast du eventuell Tipps, wie man das logische Denken aufbessern kann, um Aufgaben mit Strukturverständnis zu bewältigen? Talent ist ja nicht angeboren, es muss ja Wege geben, um sich sowas anzueignen.
Doch, mit Talent meine ich gerade den angeborenen Teil, den man auch nicht antrainieren kann. Menschen haben eben einfach unterschiedliche Befähigungen. Für Jura sollte man in der Lage sein, abstrakte Strukturen/Systeme zu verstehen und einen konkreten Sachverhalt in diese Strukturen/Systeme einzuordnen. In der Mathematik spielen abstraktes Denken, eine strukturierte und logische Vorgehensweise und Problemlösungskompetenz ebenfalls eine sehr zentrale Rolle. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass eine gute Mathenote zumindest eine gewisse Aussagekraft für juristisches Talent hat. Mit Latein sieht es ganz ähnlich aus.
Deutsch ist zum einen für Jura insofern relevant, als man seine Gedanken verständlich, strukturiert und möglichst prägnant und präzise zu Papier bringen muss. Zum anderen muss man sehr oft Regelungen auslegen, wenn nicht ganz klar ist, ob denn der konkrete Fall nun darunter passt oder nicht.
Es gibt eben Leute, denen liegt das eine oder andere einfach nicht. Ich war zum Beispiel in Deutsch immer richtig schlecht (ausreichend, bestenfalls befriedigend), weil ich mit literarischen Texten meistens wenig anfangen konnte und in meinen Ausführungen zu "prosaisch" war. In Mathe (und Latein, zumindest solange ich am Ball geblieben bin) war ich dafür recht gut und konnte mit minimalem Lernaufwand gute Noten erzielen. Unterm Strich hat es trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) der schlechten Deutschnoten für ein gutes erstes Examen gereicht, weil mir abstrakes Denken, Problemlösung und eine klare und präzise Ausdrucksweise liegen.
Mit meiner Aussage, stupides Auswendiglernen sei für das Jurastudium wenig hilfreich, meinte ich übrigens nicht, dass man nicht auch im Jurastudium viel lernen und auch auswendig lernen muss. Man muss nur eben richtig lernen, d.h. das Gelernte auch richtig einordnen, damit man das entsprechende Wissen bei der Falllösung auch genau an der richtigen Stelle einordnet und thematisiert. Es hilft nicht, sich das Wissen ohne Sinn und Verstand mit brachialer Gewalt ins Kurzzeitgedächtnis zu hämmern, sondern man muss verstehen, wie Gesetze aufgebaut sind, wie man sie lesen und auslegen muss, welche Probleme sich an welchen Stellen des Gesetzes ergeben und wie verschiedene Vorschriften zusammenhängen und zusammenspielen.
Das kann man bis zu einem gewissen Grad sicherlich auch antrainieren. Es ist aber deutlich mühsamer und ab einem bestimmten Punkt wahrscheinlich sogar unmöglich, wenn man überhaupt kein bzw. äußerst wenig Talent mitbringt. Hätte ich mich beispielsweise etwas mehr hinter die Arbeit mit literarischen Texten geklemmt und an meiner Ausdrucksweise gearbeitet, wäre in Deutsch wahrscheinlich schon auch mehr drin gewesen. In die Nähe von 15 Punkten wäre ich aber eher nicht gekommen.
Wie genau man in die juristische Arbeitsweise reinfindet, lässt sich abstrakt glaube ich kaum erklären.
Ist so eine Vorstellung aber nicht äußerst unfair? Ich habe um ehrlich zu sein keine ,,angeborenen Talente'', und war schon immer ein verschlossener Mensch. Ich habe sehr viele Dinge ausprobiert, aber nichts liegt mir. In den Fächern wie Deutsch stehe ich eher bei einer 3 und in Mathe sogar 5, weil es mir überhaupt nicht liegt. Bin ich jetzt ein Mensch 3. Klasse? Also das ist keine rhetorische Frage, denn nach deinem Text fühle ich mich unsicher, Jura zu studieren. Ich interessiere mich sehr für das Jura und kann mir auch nicht vorstellen, etwas anderes zu machen, zu mal ich naturwissenschaftlich, künstlerisch, handwerklich sowie sportlich überhaupt nicht gut bin. Zu hören, dass man angeborene Talente braucht, um sehr gute Examina abzulegen, macht mich stutzig. Falls du jetzt sagst, dass doch auch durchschnittliche Noten ausreichen; naja du musst verstehen, dass ich trotz meiner misslichen Lage, was Talente anbelangt, immer extrem präzise und sehr gut in etwas sein möchte, woran ich gerade arbeite. Also wenn ich schon mein Leben der Rechtswissenschaft freillig widme, möchte ich die absolute Spitze rausholen.
Habe grad etwas Angst. :D
So hart es vielleicht klingt, aber: Das Leben ist nicht "fair".
Natürlich ist es nicht fair, dass einige Menschen in bestimmten Dingen talentierter sind als andere und dadurch einen Startvorteil haben, den die anderen nie aufholen können. Es ist auch nicht fair, dass Männer (im Allgemeinen) biologisch bedingt stärker sind als Frauen. Genauso wenig ist es fair, dass einige Menschen in Familien geboren werden, die so reich sind, dass sie ihr Vermögen nicht einmal in 10 Menschenleben ausgeben könnten, während andere verhungern, weil sie wirklich gar nichts haben. Und die Liste ließe sich ewig weiterführen.
Deine Schulnoten heißen schonmal im Ausgangspunkt nicht, dass du kein juristisches Talent hast. Genauso wenig wie gute Schulnoten ein sicheres Zeichen für juristisches Talent sind, sind weniger gute Schulnoten ein sicheres Zeichen für fehlendes Talent. Es geht nur um Indizien mit äußerst beschränkter Aussagekraft.
Wenn es dir wirklich darum geht, Spitzennoten zu erzielen, wird das ohne Talent (und Glück!) nicht funktionieren. Das ist in doppelter Hinsicht unfair, weil man nicht nur Talent, sondern auch Glück nicht beeinflussen kann. Aber so ist es nun einmal. Wenn du das Jurastudium für dich ernsthaft in Erwägung ziehst, musst du in Kauf nehmen, dass es einfach nicht zu 100% fair zugeht.
Ich würde dir abschließend dringend empfehlen, deine Einstellung in Bezug auf deine Talente in Frage zu stellen. So sehr mir dieses Motivationsgelaber zuwider ist, ist es in einem Punkt aus meiner Sicht absolut zutreffend: Es bringt rein gar nichts, sich permanent an anderen zu messen. Maßstab für die eigenen Leistungen sollte immer das eigene Potential sein. Wenn man das voll ausschöpft, gibt es keinen Grund, damit unzufrieden zu sein. Wenn du regelmäßig auf sozialen Medien (insbesondere instagram und tiktok) unterwegs bist, tu dir selbst einen Gefallen und verbann das Zeug aus deinem Leben. Man bekommt dort permanent von irgendwelchen (im Übrigen talentbefreiten) Menschen vorgegaukelt, wie toll sie doch sind und wie gut sie doch aussehen. Das ist nichts als Fassade. Die meisten Menschen sind in praktisch jeder Hinsicht nur Mittelmaß. In einigen Punkten etwas besser, in anderen etwas schlechter. Und das ist auch völlig in Ordnung.
27.06.2021, 21:49
Ich fasse zusammen. Du könntest trotz 1er Abi in Jura scheitern. Das wirst du erst nach 5 Jahren merken, wenn es zu spät und dein Baföganspruch verbraucht ist, weil nur die Examensnoten aus 2 Wochen am Ende eine Rolle spielen. Da sind schon Leute mit guten Noten aus dem Studium gescheitert.
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst und du später auch mal (gut bezahlt) arbeiten willst, dann nimm Medizin, BWL oder Lehramt mit Verbeamtungsfächern.
Wenn du nicht 2 x vb hast am Ende (15 % oder weniger), dann wirst du mal für 2300 Euro netto 50 Std. die Woche in einer MK arbeiten oder für 1800 Euro netto (minus 130 Euro Bafög monatlich) Vollzeit als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer Kleinkanzlei. Dafür kann man auch ne kürzere Ausbildung machen.
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst und du später auch mal (gut bezahlt) arbeiten willst, dann nimm Medizin, BWL oder Lehramt mit Verbeamtungsfächern.
Wenn du nicht 2 x vb hast am Ende (15 % oder weniger), dann wirst du mal für 2300 Euro netto 50 Std. die Woche in einer MK arbeiten oder für 1800 Euro netto (minus 130 Euro Bafög monatlich) Vollzeit als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer Kleinkanzlei. Dafür kann man auch ne kürzere Ausbildung machen.
27.06.2021, 21:52
Abi 2,9 und 1. Examen 11,6, beides in Bayern..
27.06.2021, 21:56
Abi 2,0, 1. Examen unter 6 P.
27.06.2021, 21:57
(27.06.2021, 21:07)Gast schrieb: Neben der bereits genannten Studie von Meier gibt's auch eine Studie von Emanuel Towfigh aus 2014 zum Examenserfolg mit Daten von mehreren tausend Kandidaten, bei der eine signifikante Korrelation zwischen Abitur- und Examensnote von -0,45 festgestellt wurde. Die Abiturnote erklärt demnach ca. 20% der Varianz der Examensnote in dem Datensatz, ist also schonmal kein ganz schlechter Indikator für den Examenserfolg.
Aber ist das so verwunderlich? Gutes Abi ist ein Indikator auch für Fleiß und Ehrgeiz. Schlechteres Abi für das Gegenteil.
Aber gibt genug Leute, die während des Abis auch einfach kein Interesse hatten und deswegen faul waren, sich im Studium aber aus Interesse reingehangen haben. So zB bei mir. Während des Abis kaum motivieren können den Nachmittag oder das Wochenende zu lernen. Für die Examen aber 6 Tage pro Woche ca 1 Jahr Gas gegeben.
Leute die im Abi und Studium faul waren und sich nicht motivieren können werden auch kein überragender Examen abliefern.
Zudem gibt's umgekehrt auch die, die ein super Abi haben, weil ihnen alles leicht gefallen ist und in jura nicht damit klar kommen, nicht sofort alles zu verstehen. Oder die, die sich einfach mit eigener Planung und orga schwer tun, weil Pflichtmaterialien aus dem Unterricht lernen nicht mehr reicht (wobei die häufig vom Rep abgeholt werden). Auch die, bei denen einfach die Luft raus ist, weil sie im Abi schon 110% geben und das im Studium von Tag 1 auch machen wollen und irgendwann brechen.
Kurz: Viele Graustufen. Vieles mMn auch verständlich und nachvollziehbar.
Nahbereichsempirie gibt bei mir tatsächlich alles her.
27.06.2021, 22:06
(27.06.2021, 21:57)Gast schrieb:(27.06.2021, 21:07)Gast schrieb: Neben der bereits genannten Studie von Meier gibt's auch eine Studie von Emanuel Towfigh aus 2014 zum Examenserfolg mit Daten von mehreren tausend Kandidaten, bei der eine signifikante Korrelation zwischen Abitur- und Examensnote von -0,45 festgestellt wurde. Die Abiturnote erklärt demnach ca. 20% der Varianz der Examensnote in dem Datensatz, ist also schonmal kein ganz schlechter Indikator für den Examenserfolg.
Aber ist das so verwunderlich? Gutes Abi ist ein Indikator auch für Fleiß und Ehrgeiz. Schlechteres Abi für das Gegenteil.
Aber gibt genug Leute, die während des Abis auch einfach kein Interesse hatten und deswegen faul waren, sich im Studium aber aus Interesse reingehangen haben. So zB bei mir. Während des Abis kaum motivieren können den Nachmittag oder das Wochenende zu lernen. Für die Examen aber 6 Tage pro Woche ca 1 Jahr Gas gegeben.
Leute die im Abi und Studium faul waren und sich nicht motivieren können werden auch kein überragender Examen abliefern.
Zudem gibt's umgekehrt auch die, die ein super Abi haben, weil ihnen alles leicht gefallen ist und in jura nicht damit klar kommen, nicht sofort alles zu verstehen. Oder die, die sich einfach mit eigener Planung und orga schwer tun, weil Pflichtmaterialien aus dem Unterricht lernen nicht mehr reicht (wobei die häufig vom Rep abgeholt werden). Auch die, bei denen einfach die Luft raus ist, weil sie im Abi schon 110% geben und das im Studium von Tag 1 auch machen wollen und irgendwann brechen.
Kurz: Viele Graustufen. Vieles mMn auch verständlich und nachvollziehbar.
Nahbereichsempirie gibt bei mir tatsächlich alles her.
Ach bitte. Für ein gutes Abi braucht man weder Fleiß, noch Ehrgeiz.
27.06.2021, 22:12
(27.06.2021, 21:49)Gast schrieb: Ich fasse zusammen. Du könntest trotz 1er Abi in Jura scheitern. Das wirst du erst nach 5 Jahren merken, wenn es zu spät und dein Baföganspruch verbraucht ist, weil nur die Examensnoten aus 2 Wochen am Ende eine Rolle spielen. Da sind schon Leute mit guten Noten aus dem Studium gescheitert.
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst und du später auch mal (gut bezahlt) arbeiten willst, dann nimm Medizin, BWL oder Lehramt mit Verbeamtungsfächern.
Wenn du nicht 2 x vb hast am Ende (15 % oder weniger), dann wirst du mal für 2300 Euro netto 50 Std. die Woche in einer MK arbeiten oder für 1800 Euro netto (minus 130 Euro Bafög monatlich) Vollzeit als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer Kleinkanzlei. Dafür kann man auch ne kürzere Ausbildung machen.
Das macht mir trotz des Interesseres an Jura schon ziemlich Angst.
27.06.2021, 22:13
(27.06.2021, 21:49)Gast schrieb: Ich fasse zusammen. Du könntest trotz 1er Abi in Jura scheitern. Das wirst du erst nach 5 Jahren merken, wenn es zu spät und dein Baföganspruch verbraucht ist, weil nur die Examensnoten aus 2 Wochen am Ende eine Rolle spielen. Da sind schon Leute mit guten Noten aus dem Studium gescheitert.
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst und du später auch mal (gut bezahlt) arbeiten willst, dann nimm Medizin, BWL oder Lehramt mit Verbeamtungsfächern.
Wenn du nicht 2 x vb hast am Ende (15 % oder weniger), dann wirst du mal für 2300 Euro netto 50 Std. die Woche in einer MK arbeiten oder für 1800 Euro netto (minus 130 Euro Bafög monatlich) Vollzeit als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer Kleinkanzlei. Dafür kann man auch ne kürzere Ausbildung machen.
,,Wenn du nicht 2 x vb hast am Ende (15 % oder weniger), dann wirst du mal für 2300 Euro netto 50 Std. die Woche in einer MK arbeiten oder für 1800 Euro netto (minus 130 Euro Bafög monatlich) Vollzeit als Schadenssachbearbeiter oder Anwalt in einer Kleinkanzlei. Dafür kann man auch ne kürzere Ausbildung machen.''
Wieso sagt keiner was gegen diese unzutreffende Äußerung? Sry, aber das ist eine extrem dämliche Aussage, die überhaupt nicht zutreffend ist. Das regt mich immer wieder auf: Ich als 2. Semester kann schon sagen, dass diese Behauptung komplett daneben ist, da man auch mit keinen 2x VB so viel verdienen kann, wie die 2x VB haben, und auch andersherum.
Es gibt 2x VBler, die in die Staatsanwaltschaft gehen, wobei auch Studenten mit 2x 7.5 in die Justiz können. Vor Corona war alles viel lockerer. Wie man immer wieder so tut, als wären die 85% arbeitslos und Geringverdiener. Das Durchschnittsgehalt eines RA liegt bei ca. 70.000€ Brutto (Nach Jahren Berufserfahrung natürlich). Man darf doch nicht immer nur von den ersten Jahren ausgehen. Rechne mal hoch, wie viel ein Rechtsanwalt mit über 10 Jahren Berufserfahrung verdient, und vergleich das mit einem Lehrer.
Ein Bekannter von mir ist in einer kleineren Kanzlei nach 6 Jahren Partner geworden, und verdient das 3x Fache eins sehr erfahrenen Lehrers.
27.06.2021, 22:25
Wir haben aber nicht mehr die Zeiten vor Corona. Und die meisten Juristen verdienen beim Berufseinstieg um die 2000 netto, mehr geht meistens mit 50 Stunden Wochen einher.
Und längst nicht jeder bekommt auch in den ersten Jahren gleich eine Gehaltserhöhung.
Von einzelnen Erfolgsfällen kann man nicht gleich auf die Masse schließen.
Die meisten erfolglosen Juristen teilen sich keinem mit.
Ein Beamter muss weniger Steuern zahlen, bekommt eine 3000 Euro netto + Pension im hD und das Gehalt steigt von selbst mit den Jahren. Das, was ein Anwalt nach 10 Jahren Berufserfahrung mehr verdient, muss er gleich in die Altersversorgung stecken. Das muss ein Beamter nicht.
Und längst nicht jeder bekommt auch in den ersten Jahren gleich eine Gehaltserhöhung.
Von einzelnen Erfolgsfällen kann man nicht gleich auf die Masse schließen.
Die meisten erfolglosen Juristen teilen sich keinem mit.
Ein Beamter muss weniger Steuern zahlen, bekommt eine 3000 Euro netto + Pension im hD und das Gehalt steigt von selbst mit den Jahren. Das, was ein Anwalt nach 10 Jahren Berufserfahrung mehr verdient, muss er gleich in die Altersversorgung stecken. Das muss ein Beamter nicht.
27.06.2021, 22:31
(27.06.2021, 22:25)Gast schrieb: Wir haben aber nicht mehr die Zeiten vor Corona. Und die meisten Juristen verdienen beim Berufseinstieg um die 2000 netto, mehr geht meistens mit 50 Stunden Wochen einher.
Und längst nicht jeder bekommt auch in den ersten Jahren gleich eine Gehaltserhöhung.
Von einzelnen Erfolgsfällen kann man nicht gleich auf die Masse schließen.
Die meisten erfolglosen Juristen teilen sich keinem mit.
Ein Beamter muss weniger Steuern zahlen, bekommt eine 3000 Euro netto + Pension im hD und das Gehalt steigt von selbst mit den Jahren. Das, was ein Anwalt nach 10 Jahren Berufserfahrung mehr verdient, muss er gleich in die Altersversorgung stecken. Das muss ein Beamter nicht.
Corona ist auch lediglich eine temporäre Sache. In 5 Jahren - wenn nicht sogar früher - haben wir mit Sicherheit wieder normale Einstellungsbedingungen. Klar darf man die Erfolgsfälle Einzelner nicht pauschalisieren, aber ebenso nicht, dass 85% der Anwälte Geringverdiener sind, und nur die 15% was erreichen - so ein Schwachsinn. Es hängt von extrem vielen Indikatoren ab. Man kann keine Kleinkanzlei auf dem Land mit einer Kleinkanzlei in Berlin am Ku'Damm vergleichen. Das sind Welten.









