02.02.2021, 17:44
02.02.2021, 17:46
Ich bin als Proberichter auf eigenen Wunsch ausgeschieden und in die freie Wirtschaft gegangen. Habe den Schritt bislang nicht bereut.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
02.02.2021, 18:05
(02.02.2021, 17:46)Gast schrieb: Ich bin als Proberichter auf eigenen Wunsch ausgeschieden und in die freie Wirtschaft gegangen. Habe den Schritt bislang nicht bereut.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
Stimmt das, dass die heillos unterbesetzt sind und man dann richtig fett abgemolken wird (Wochenende Akten pressen etc.)?
02.02.2021, 18:56
(02.02.2021, 18:05)Johannes Kranzpiller schrieb:(02.02.2021, 17:46)Gast schrieb: Ich bin als Proberichter auf eigenen Wunsch ausgeschieden und in die freie Wirtschaft gegangen. Habe den Schritt bislang nicht bereut.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
Stimmt das, dass die heillos unterbesetzt sind und man dann richtig fett abgemolken wird (Wochenende Akten pressen etc.)?
Kann man nicht verallgemeinern. Gibt Gerichte und Staatsanwaltschaften, die auskömmlich besetzt sind und andere, wo die Hälfte der Lebenszeit-Richter/-Staatsanwälte langzeit erkrankt ist. Die Wahrheit wird meistens in der Mitte liegen. Wie sich die Proberichter die Arbeit einteilen, ist ihre Sache. Ich habe unter der Woche im Regelfall sehr lange Schichten geschoben und mir die Wochenenden freigehalten. Kenne aber einige Kollegen, die auch am WE malocht haben, besonders wenn sie sich in ein neues Dezernat einarbeiten mussten.
Die Arbeitszeiten sind aber nur ein Aspekt. Viel entscheidender ist meines Erachtens, dass viele Kollegen ohne Not verheizt werden. Wenn man unerfahrene Proberichter ohne Einarbeitung auf Amtsgericht-Dezernate setzt, die nach 2 Jahren Dauererkrankung des Vorgängers vollkommen abgesoffen sind, muss man sich nicht wundern, dass da nichts gescheites rauskommt. Wenn die Leute sich mit viel Mühe rausgearbeitet haben, werden sie versetzt. Nur um an der neuen Dienststelle die gleiche Situation vorzufinden.
Dazu tritt teilweise höchst unkollegiales Verhalten durch Kollegen, ständiges Druckausüben durch Dienstvorgesetzte, Verhaltensweisen, die an Mobbing grenzen etc.pp.
Selbst wenn die Proberichter-Keule ("Wenn Du aufmuckst, können wir dich auch rausschmeißen.") irgendwann mal wegfällt, hätte ich keine Lust dauerhaft in so einem Umfeld zu arbeiten.
Aber muss jeder selbst wissen.
02.02.2021, 19:32
Ich meine mal gehört zu haben, dass man in Bayern da besonders nachtragend sein soll. Wenn man mal raus ist, ist man raus.
In nordwestlicheren Bundesländern soll man da etwas liberaler sein, wenn die restlichen Umstände stimmen.
In nordwestlicheren Bundesländern soll man da etwas liberaler sein, wenn die restlichen Umstände stimmen.
02.02.2021, 20:46
Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/
Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
https://www.juristenkoffer.de/richter/
Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
02.02.2021, 23:31
(02.02.2021, 18:56)Gast schrieb:(02.02.2021, 18:05)Johannes Kranzpiller schrieb:(02.02.2021, 17:46)Gast schrieb: Ich bin als Proberichter auf eigenen Wunsch ausgeschieden und in die freie Wirtschaft gegangen. Habe den Schritt bislang nicht bereut.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
Stimmt das, dass die heillos unterbesetzt sind und man dann richtig fett abgemolken wird (Wochenende Akten pressen etc.)?
Kann man nicht verallgemeinern. Gibt Gerichte und Staatsanwaltschaften, die auskömmlich besetzt sind und andere, wo die Hälfte der Lebenszeit-Richter/-Staatsanwälte langzeit erkrankt ist. Die Wahrheit wird meistens in der Mitte liegen. Wie sich die Proberichter die Arbeit einteilen, ist ihre Sache. Ich habe unter der Woche im Regelfall sehr lange Schichten geschoben und mir die Wochenenden freigehalten. Kenne aber einige Kollegen, die auch am WE malocht haben, besonders wenn sie sich in ein neues Dezernat einarbeiten mussten.
Die Arbeitszeiten sind aber nur ein Aspekt. Viel entscheidender ist meines Erachtens, dass viele Kollegen ohne Not verheizt werden. Wenn man unerfahrene Proberichter ohne Einarbeitung auf Amtsgericht-Dezernate setzt, die nach 2 Jahren Dauererkrankung des Vorgängers vollkommen abgesoffen sind, muss man sich nicht wundern, dass da nichts gescheites rauskommt. Wenn die Leute sich mit viel Mühe rausgearbeitet haben, werden sie versetzt. Nur um an der neuen Dienststelle die gleiche Situation vorzufinden.
Dazu tritt teilweise höchst unkollegiales Verhalten durch Kollegen, ständiges Druckausüben durch Dienstvorgesetzte, Verhaltensweisen, die an Mobbing grenzen etc.pp.
Selbst wenn die Proberichter-Keule ("Wenn Du aufmuckst, können wir dich auch rausschmeißen.") irgendwann mal wegfällt, hätte ich keine Lust dauerhaft in so einem Umfeld zu arbeiten.
Aber muss jeder selbst wissen.
Kann ich überwiegend bestätigen. Ackere locker meine 55 Stunden pro Woche, manchmal 60. Kollegen sind aber überwiegend hilfsbereit und nett - Jeff. die, dir nicht auf krank machen.Dennoch hart, wenn man als Proberichter abgesoffene Dezernate retten soll.
02.02.2021, 23:44
Übel, bin froh zur GK gegangen zu sein.
03.02.2021, 00:24
03.02.2021, 01:03
(02.02.2021, 23:31)Pro schrieb:(02.02.2021, 18:56)Gast schrieb:(02.02.2021, 18:05)Johannes Kranzpiller schrieb:(02.02.2021, 17:46)Gast schrieb: Ich bin als Proberichter auf eigenen Wunsch ausgeschieden und in die freie Wirtschaft gegangen. Habe den Schritt bislang nicht bereut.
Momentan bin ich in der freien Wirtschaft recht zufrieden, würde aber nicht ausschließen, dass ich irgendwann nochmal in den Öffentlichen Dienst gehe. Die Verwaltung bietet bei entsprechend interessantem Tätigkeitsgebiet recht gute Arbeitsbedingungen.
Ob das vorherige Ausscheiden aus dem Staatsdienst aus Sicht eines anderen Dienstherren einer Ernennung zum Beamten entgegenstünde, kann ich nicht beurteilen. Aber das seh ich sowieso recht gelassen.
Eine Rückkehr in die Justiz schließe ich für mich absolut aus. Nach meinem Eindruck ist die Behandlung von Neueinsteigern in der Justiz unterirdisch und das ist anderswo beim Staat durchaus nicht üblich. Kollegen, die aus anderen Ressorts (Finanzverwaltung, Ministerialverwaltung) in die Justiz gewechselt sind, bestätigen mir diesen Eindruck.
Stimmt das, dass die heillos unterbesetzt sind und man dann richtig fett abgemolken wird (Wochenende Akten pressen etc.)?
Kann man nicht verallgemeinern. Gibt Gerichte und Staatsanwaltschaften, die auskömmlich besetzt sind und andere, wo die Hälfte der Lebenszeit-Richter/-Staatsanwälte langzeit erkrankt ist. Die Wahrheit wird meistens in der Mitte liegen. Wie sich die Proberichter die Arbeit einteilen, ist ihre Sache. Ich habe unter der Woche im Regelfall sehr lange Schichten geschoben und mir die Wochenenden freigehalten. Kenne aber einige Kollegen, die auch am WE malocht haben, besonders wenn sie sich in ein neues Dezernat einarbeiten mussten.
Die Arbeitszeiten sind aber nur ein Aspekt. Viel entscheidender ist meines Erachtens, dass viele Kollegen ohne Not verheizt werden. Wenn man unerfahrene Proberichter ohne Einarbeitung auf Amtsgericht-Dezernate setzt, die nach 2 Jahren Dauererkrankung des Vorgängers vollkommen abgesoffen sind, muss man sich nicht wundern, dass da nichts gescheites rauskommt. Wenn die Leute sich mit viel Mühe rausgearbeitet haben, werden sie versetzt. Nur um an der neuen Dienststelle die gleiche Situation vorzufinden.
Dazu tritt teilweise höchst unkollegiales Verhalten durch Kollegen, ständiges Druckausüben durch Dienstvorgesetzte, Verhaltensweisen, die an Mobbing grenzen etc.pp.
Selbst wenn die Proberichter-Keule ("Wenn Du aufmuckst, können wir dich auch rausschmeißen.") irgendwann mal wegfällt, hätte ich keine Lust dauerhaft in so einem Umfeld zu arbeiten.
Aber muss jeder selbst wissen.
Kann ich überwiegend bestätigen. Ackere locker meine 55 Stunden pro Woche, manchmal 60. Kollegen sind aber überwiegend hilfsbereit und nett - Jeff. die, dir nicht auf krank machen.Dennoch hart, wenn man als Proberichter abgesoffene Dezernate retten soll.
Zielte damit auch nicht auf die Kollegen als ganzes. Die waren größtenteils korrekt. Auffällig war nach meiner Wahrnehmung, dass eine Minderheit von Dauerfrustrierten und Miesgelaunten das allgemeine Betriebsklima dominierte. War aber auch eine spezielle Situation an einem kleineren Amtsgericht, wo es offensichtlich jahrzehntelang gewachsene Stellungskriege in und zwischen allen Laufbahngruppen gab.









