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Selbstständigkeit
Jurist123
Junior Member
**
Beiträge: 28
Themen: 20
Registriert seit: Nov 2021
#1
21.04.2022, 09:43
Hallo und zwar möchte ich mich gern als RA selbständig machen, da ich mit meinen Noten im 2  nicht so toll abgeschnitten habe (5,4 im 1. 9,3).

Es ist jedoch so dass ich eigentlich nicht viel Ahnung habe über Selbständigkeit.. 

Ich habe seit 6 Monaten meine Zulassung und war nebenbei in einer Kanhlei als freier Mitarbeiter tätig um einfach nochmal die Anwlatstätigkeit zu überblicken. 

Gibt es Zuschüsse für den Einstieg ? Braucht man einen Steuerberater ? Braucht man wirklich Mitarbeiter am Anfang ? 

Ich hätte sogar ein paar Mandanten und möchte es einfach mal ausprobieren ich weiß es ist nicht einfach aber das ist nicht die frage sondern worauf ich achten muss und was wichtig ist..

Mit welchen Kosten etc muss man anfangs rechnen..


Über jegliche Tipps wäre ich dankbar :)
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Gast2_____
Unregistered
 
#2
21.04.2022, 10:05
"Erfolgreich starten als Rechtsanwalt" von Trimborn von Landenberg, 6. Auflage 2018

Kannst du auch von der Steuer absetzen. Zusätzlich mit dem anwaltlichen Berufsrecht vertraut machen.
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Drin
Senior Member
****
Beiträge: 346
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2022
#3
21.04.2022, 10:27
Ich finde das sehr mutig. Allerdings - bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege - scheinst Du nicht wirklich einen Plan zu haben. "Einfach mal probieren" klingt für mich nach in einem Jahr pleite. 

Aber unabhängig davon:
- einen Steuerberater brauchst Du nur, wenn Du es dir nicht selbst zutraust. Es gibt relativ günstige Software, die für die freien Berufe ganz gut geeignet ist, weil sie insbesondere die Einnahmenüberschussrechnung integrieren. Auch Kosten für Mitarbeiter lassen sich dort ansetzen. Sobald es mit Abschreibungen für Betriebsmittel oder der Pflicht zur monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldung oder andere Punkte umfangreich und zeitraubend wird, wird sich ein Steuerberater ggfl. auch finanziell lohnen (die Kosten können wiederum abgesetzt werden), da du in der Zeit, die so frei wird, Umsatz erzielen kannst
- es gibt von der KfW zinsfreie Gründungskredite; dafür brauchst Du aber (wegen Beantragung über die Hausbank) einen Businessplan
- Mitarbeiter braucht man grds. ebenfalls erst, wenn es umfangreich wird. Bei vielleicht 60 Mandaten im Jahr kann man auch die Fristenkontrolle und Post noch selbst machen, ob es spaßig ist, weiß ich nicht (bezweifle ich aber und entsprechend leidet natürlich auch wieder der Umsatz). Es gibt zudem Services zum Outsourcen der Telefonannahme, wo man sich mit deinem Kanzleinamen meldet und weiterverbindet

- die Mindestkosten setzen sich zusammen aus dem Mindestbeitrag zum Versorgungswerk, dem RAK-Beitrag, beA-Gebühr, Versicherung, wohl etwa 150€ pro Monat. 
- dazu kommen ggfl. Miete + NK, Kanzleisoftware, Leasinggebühren für Auto oder größere Geräte (Multifunktionsgerät), Datenbanken, zusätzliche Versicherungen (BU etc.), wobei die Miete bei Kanzleiraummiete der größte Posten sein dürfte
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