14.06.2021, 22:06
Hallo zusammen!
Wisst ihr (vielleicht aus Erfahrung) wie der Dresscode bei den AC's von Bundesbehörden (BMI) ist?
Zwingend Hosenanzug oder schicke Jeans Herzlichen Dank im Voraus!
Wisst ihr (vielleicht aus Erfahrung) wie der Dresscode bei den AC's von Bundesbehörden (BMI) ist?
Zwingend Hosenanzug oder schicke Jeans Herzlichen Dank im Voraus!
14.06.2021, 22:19
Jeans? Ernsthaft? Vielleicht für den mittleren Dienst. Aber selbst bei einem AC für den gD ist mindestens Stoffhose, Bluse und Blazer angesagt. hD auf jeden Fall Hosenanzug. Insbesondere in einem eher konservativen Haus wie dem BMI.
14.06.2021, 22:25
Muss man da jetzt wieder persönlich ein AC machen?
14.06.2021, 22:36
(14.06.2021, 22:19)Gast schrieb: Jeans? Ernsthaft? Vielleicht für den mittleren Dienst. Aber selbst bei einem AC für den gD ist mindestens Stoffhose, Bluse und Blazer angesagt. hD auf jeden Fall Hosenanzug. Insbesondere in einem eher konservativen Haus wie dem BMI.Das stimmt so nicht. Bei unserem AC war von Kostüm - warum bitte unbedingt Hosenanzug?- über Kleid mit Bluse drunter oder einfach vernünftige Hose bzw. Rock mit Bluse alles dabei. Dass keiner genommen wurde lag garantiert nicht an der Kleiderauswahl, denn von den Herrn im Anzug, die nach der ersten Etappe dann die Krawatte abgenommen haben, wurde auch keiner genommen.
Es gibt da kein Gesetz, wie man angezogen sein sollte. Vernünftig und eher Tendenz konservativ im ÖD, aber als Frau ist ein Hosenanzug absolut nicht nötig und wenn es die nächste Zeit über 30 Grad wird, würde ich auch eher Rock (natürlich mit Strumpfhose) und leichte Bluse dazu nehmen und einen eventuellen Blazer zu Hause lassen. Wenn Du den mitschleppst und sei es über dem Arm, hast Du zumindest diesen Arm nach kurzer Zeit vollgeschwitzt und die Bluse dran kleben. Je nachdem, wie lange das AC dauert, dann zeitnah auch den zweiten Arm.
15.06.2021, 00:07
15.06.2021, 14:38
(14.06.2021, 22:36)Gast schrieb:(14.06.2021, 22:19)Gast schrieb: Jeans? Ernsthaft? Vielleicht für den mittleren Dienst. Aber selbst bei einem AC für den gD ist mindestens Stoffhose, Bluse und Blazer angesagt. hD auf jeden Fall Hosenanzug. Insbesondere in einem eher konservativen Haus wie dem BMI.Das stimmt so nicht. Bei unserem AC war von Kostüm - warum bitte unbedingt Hosenanzug?- über Kleid mit Bluse drunter oder einfach vernünftige Hose bzw. Rock mit Bluse alles dabei. Dass keiner genommen wurde lag garantiert nicht an der Kleiderauswahl, denn von den Herrn im Anzug, die nach der ersten Etappe dann die Krawatte abgenommen haben, wurde auch keiner genommen.
Es gibt da kein Gesetz, wie man angezogen sein sollte. Vernünftig und eher Tendenz konservativ im ÖD, aber als Frau ist ein Hosenanzug absolut nicht nötig und wenn es die nächste Zeit über 30 Grad wird, würde ich auch eher Rock (natürlich mit Strumpfhose) und leichte Bluse dazu nehmen und einen eventuellen Blazer zu Hause lassen. Wenn Du den mitschleppst und sei es über dem Arm, hast Du zumindest diesen Arm nach kurzer Zeit vollgeschwitzt und die Bluse dran kleben. Je nachdem, wie lange das AC dauert, dann zeitnah auch den zweiten Arm.
Ich habe einige AC bei Bundesministerien mitgemacht und es wurde ausnahmslos Anzug mit Krawatte bei den Männern und Hosenanzug/Kostüm bei den Frauen getragen. Für Frauen geht noch Stoffhose mit Bluse und Blazer. Aber das ist die untere Grenze. Jacket bzw Blazer werden während der Gespräche und Gruppenübungen erst abgelegt, wenn die Auswahlkommission dazu auffordert. Wenn es übermäßig warm ist, werden sie das auch tun. Genauso wie während der mündlichen Prüfung. Im Aufenthaltsraum und während der Einzelbearbeitung von Aufgaben kann man den Blazer aber natürlich ablegen.
Die Fähigkeit sich angemessen zu kleiden gehört genauso zu den Auswahlkriterien, wie Umgangsformen und die Fähigkeit ein bisschen Smalltalk zu machen.
Die Verwaltung lebt von einem hierarchischen Aufbau. Die Kleidung dient dabei als äußeres Erkennungsmerkmal mit wem man es zutun hat. mD trägt T-Shirt und Jeans, gD Bluse und Jeams und hD Anzug bzw min. Bluse und Stoffhose. Das kann man nervig und überholt finden, wird aber so praktiziert. Natürlich mit einem gewissen Spielraum und unterschiedlicher Ausprägung je nach Ministerium. Trotzdem sollte man beim AC darauf achten, dass man auch mit der Wahl der Kleidung zeigt, dass man sich der "Stellung" bewusst ist, die man gerne in diesem Gefüge einnehmen möchte.
15.06.2021, 14:55
(15.06.2021, 14:38)Gast schrieb:Als jemand, der letztes Jahr in einem Bundesministerium eine Zusage erhalten und seitdem dort arbeitet, kann ich sagen, dass ein gut sitzendes Kleid vom Schneider meiner Einstellung nicht im Wege gestanden hat; ich hatte meinen Blazer zwar im Auto vergessen, das allerdings nicht mitgeteilt. Ebenso wenig hat übrigens der Hosenanzug in Kombination mit Prädikatsexamina bei einer Freundin zur Einstellung in einem andere Bundesministerium geführt.(14.06.2021, 22:36)Gast schrieb:(14.06.2021, 22:19)Gast schrieb: Jeans? Ernsthaft? Vielleicht für den mittleren Dienst. Aber selbst bei einem AC für den gD ist mindestens Stoffhose, Bluse und Blazer angesagt. hD auf jeden Fall Hosenanzug. Insbesondere in einem eher konservativen Haus wie dem BMI.Das stimmt so nicht. Bei unserem AC war von Kostüm - warum bitte unbedingt Hosenanzug?- über Kleid mit Bluse drunter oder einfach vernünftige Hose bzw. Rock mit Bluse alles dabei. Dass keiner genommen wurde lag garantiert nicht an der Kleiderauswahl, denn von den Herrn im Anzug, die nach der ersten Etappe dann die Krawatte abgenommen haben, wurde auch keiner genommen.
Es gibt da kein Gesetz, wie man angezogen sein sollte. Vernünftig und eher Tendenz konservativ im ÖD, aber als Frau ist ein Hosenanzug absolut nicht nötig und wenn es die nächste Zeit über 30 Grad wird, würde ich auch eher Rock (natürlich mit Strumpfhose) und leichte Bluse dazu nehmen und einen eventuellen Blazer zu Hause lassen. Wenn Du den mitschleppst und sei es über dem Arm, hast Du zumindest diesen Arm nach kurzer Zeit vollgeschwitzt und die Bluse dran kleben. Je nachdem, wie lange das AC dauert, dann zeitnah auch den zweiten Arm.
Ich habe einige AC bei Bundesministerien mitgemacht und es wurde ausnahmslos Anzug mit Krawatte bei den Männern und Hosenanzug/Kostüm bei den Frauen getragen. Für Frauen geht noch Stoffhose mit Bluse und Blazer. Aber das ist die untere Grenze. Jacket bzw Blazer werden während der Gespräche und Gruppenübungen erst abgelegt, wenn die Auswahlkommission dazu auffordert. Wenn es übermäßig warm ist, werden sie das auch tun. Genauso wie während der mündlichen Prüfung. Im Aufenthaltsraum und während der Einzelbearbeitung von Aufgaben kann man den Blazer aber natürlich ablegen.
Die Fähigkeit sich angemessen zu kleiden gehört genauso zu den Auswahlkriterien, wie Umgangsformen und die Fähigkeit ein bisschen Smalltalk zu machen.
Die Verwaltung lebt von einem hierarchischen Aufbau. Die Kleidung dient dabei als äußeres Erkennungsmerkmal mit wem man es zutun hat. mD trägt T-Shirt und Jeans, gD Bluse und Jeams und hD Anzug bzw min. Bluse und Stoffhose. Das kann man nervig und überholt finden, wird aber so praktiziert. Natürlich mit einem gewissen Spielraum und unterschiedlicher Ausprägung je nach Ministerium. Trotzdem sollte man beim AC darauf achten, dass man auch mit der Wahl der Kleidung zeigt, dass man sich der "Stellung" bewusst ist, die man gerne in diesem Gefüge einnehmen möchte.
Ich finde es jedenfalls ziemlich überheblich, wie manch einer hier meint, sich hier als Dresscodeexperte aufzuspielen, der super Ahnung hat. Persönlich würde ich als Frau jedenfalls den Frauen empfehlen, etwas Schickes zu nehmen, was man gut im Büro trägt, in dem man sich aber auch wohl fühlt. Notfalls eher etwas im Internet inspirieren lassen, wo es genug entsprechende Outfits gibt, als bei den selbsternannten Experten dieses Forums. Dass es etwas Vernünftiges sein muss, ist jedem klar. Aber etwas überflüssig Konservatives zu tragen, in dem man sich nicht wohl fühlt, führt zu einer schlechten Performance und das ist ein deutlich größeres Problem für die Einstellung.
15.06.2021, 15:42
Bin ebenfalls in einem BM tätig und kann sagen, dass die passende Kleidung für das Gesamtbild durchaus wichtig ist. Sowohl während des AC als auch bei der späteren Arbeit, insbesondere bei Gesprächsterminen und Konferenzen. Der blöde Spruch "Kleider machen Leute" gilt nach wie vor, wobei es im normalen Arbeitsalltag natürlich oft etwas legerer gehalten wird als im AC. Trotzdem würde ich immer eher overdressed als underdressed starten und im Zweifel die Krawatte abnehmen oder den Blazer ausziehen, wenn ich sehe, dass mein Umfeld es ebenso handhabt.
Es geht bei der Kleiderwahl für das AC nicht darum etwas möglichst konservatives auszuwählen, aber es sollte der Situation angemessen sein. Eine Jeans finde ich persönlich für ein Vorstellungsgespräch nicht angemessen, da es Freizeitkleidung ist. Würde ich auch nicht im Arbeitsalltag tragen, aber hier gehen die Meinungen auseinander... Der maßgeschneiderte Anzug oder Kostüm mit Pumps muss es für das AC aber auch nicht sein.
Als Mann ist man mit Anzug und Krawatte und als Frau mit Stoffhose, Bluse und Blazer auf der sicheren Seite. Wie oben schon geschrieben kann die Krawatte oder der Blazer schnell abgelegt werden, wenn die Personalreferenten es ebenso handhaben. Wer zu leger kommt, dem könnte man vorhalten, dass er der Situation nicht den nötigen Respekt entgegen bringt und sich keine Gedanken darüber gemacht hat, was für ein Vorstellungsgespräch im juristischen Bereich angemessen ist. Es geht also eher darum mit seiner Kleiderwahl nicht unnötig aufzufallen.
Es geht bei der Kleiderwahl für das AC nicht darum etwas möglichst konservatives auszuwählen, aber es sollte der Situation angemessen sein. Eine Jeans finde ich persönlich für ein Vorstellungsgespräch nicht angemessen, da es Freizeitkleidung ist. Würde ich auch nicht im Arbeitsalltag tragen, aber hier gehen die Meinungen auseinander... Der maßgeschneiderte Anzug oder Kostüm mit Pumps muss es für das AC aber auch nicht sein.
Als Mann ist man mit Anzug und Krawatte und als Frau mit Stoffhose, Bluse und Blazer auf der sicheren Seite. Wie oben schon geschrieben kann die Krawatte oder der Blazer schnell abgelegt werden, wenn die Personalreferenten es ebenso handhaben. Wer zu leger kommt, dem könnte man vorhalten, dass er der Situation nicht den nötigen Respekt entgegen bringt und sich keine Gedanken darüber gemacht hat, was für ein Vorstellungsgespräch im juristischen Bereich angemessen ist. Es geht also eher darum mit seiner Kleiderwahl nicht unnötig aufzufallen.


