19.03.2021, 19:06
(19.03.2021, 18:38)Gast schrieb:Wie oft willst du das hier noch erwähnen?(19.03.2021, 18:04)Gast schrieb:(19.03.2021, 17:46)Gast schrieb:Beides ist richtig. Hengeler ist die Traditionsadresse in Deutschland und verliert nahezu nie Partner an Wettbewerber (anders Freshfields und Linklaters etwa). Natürlich gibt es neben Hengeler auch noch anderen elitäre Kanzleien - meist allerdings nicht mit einer vergleichbaren Historie.(19.03.2021, 17:24)Gasti schrieb:(19.03.2021, 15:22)Gast schrieb: Scheitern ist ein hartes Wort und wohl nicht zutreffend.
Da Kirkland zwei unterschiedliche Partnerstufen hat, wurde nach meinem Eindruck bislang kaum (oder gar kein) Ex-HM-Associate zum Vollpartner. Dass man bei KE allgemein sehr gut verdienen kann, ist allerdings wahr.
So oder so: Die KE-Mannschaft ist personell nicht besser als die Wettbewerber aufgestellt, wie hier häufiger suggeriert wird.
Es gibt einige Ex-HM-Rechtsanwälte, die nun mehr verdienen als ein durchschnittlicher HM-Partner. Das mag schön sein; die Tatsache, sich bei HM nicht durchgesetzt zu haben, gleicht das aber nie aus. Es gibt eben Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann, und dazu gehört eben, in Deutschlands elitärster Kanzlei in die Riege der Partner als Gleichberechtigter aufgenommen worden zu sein. Hier gibt es nur ein Entweder/Oder, ein Siegen oder ein Scheitern.
"In Deutschlands elitären Kanzlei" das ich nicht lache. Unbestritten gehört Hengeler zu den top Kanzleien Deutschlands. Allzu elitär können Sie jedoch kaum gewesen sein, gerade weil damals auch ein sehr hoher Hengeler Partner zu kirkland gewechselt ist. Und wer freiwillig für weniger Geld im Lockstep System als junger Partner sich für die älteren, die sich unter diesem Syszem ausruhen, abarbeitet, ist selbst Schuld an seiner Misere, darf sich dann aber nicht darüber beschweren, dass man in anderen Kanzleien mehr verdienen kann und die Arbeit wertgeschätzt wird.
Insgesamt finde ich das "XY ist gewechselt und daraus folgt, er/sie sei bei der vorherigen Kanzlei gescheitert" sehr fragwürdig bzw. bedenklich.
Ausserdem spielt Kirkland weltweit in einer anderen Liga (wohingegen man von hengeler in Amerika wohl noch nie gehört hat).
Die Mahnung einen Wechsel nicht mit Scheitern gleichzusetzen halte ich für sehr zutreffend. Man wechselt zB auch, weil die neue Kanzlei für das eigene Profil eine bessere Plattform bietet. Es ist außerdem denkbar, dass man wechselt, weil man die Chance hat, den deutschen Standort einer weltweit bekannten Kanzlei - so etwa bei S&C, KE, Milbank und zT Latham - aufbauen zu können. Nur wegen des Geldes wird man aber nicht zu einer anderen Kanzlei gehen. Zumal die älteren Partner speziell bei HM nun wirklich nicht dafür bekannt sind, wenig zum Kanzleiergebnis beizutragen - im Gegenteil.
Zum untenstehenden Absatz: Natürlich ist KE in den USA und auch weltweit stärker als HM. Das folgt aber nicht aus Qualitätsunterschieden, sondern aus der geographischen Spezialisierung von Hengeler. In New York ist Hengeler schon nicht völlig unbekannt. Immerhin arbeitet die Kanzlei häufiger mit den Wall Street-Buden zusammen.
S&C ist ein Wall Street-Bude.
Sowohl was Renomé in Public M&A, wie auch Reputation des managing Partners angeht besser als HM.
Mal vollkommen abgesehen vom im Vergleich mit S&C bei HM bestehenden Hungerlöhnen ...
Ja, S&C ist auch in Deutschland sehr renommiert.
Nein, man ist im Public M&A keinesfalls unangefochten. Ich wüsste auch nicht, wie das gehen sollte, wenn das Team bei einigen öffentlichen Übernahmen nicht mit von der Partie ist...
19.03.2021, 19:06
(19.03.2021, 18:04)Gast schrieb:(19.03.2021, 17:46)Gast schrieb:Beides ist richtig. Hengeler ist die Traditionsadresse in Deutschland und verliert nahezu nie Partner an Wettbewerber (anders Freshfields und Linklaters etwa). Natürlich gibt es neben Hengeler auch noch anderen elitäre Kanzleien - meist allerdings nicht mit einer vergleichbaren Historie.(19.03.2021, 17:24)Gasti schrieb:(19.03.2021, 15:22)Gast schrieb:(19.03.2021, 15:07)Gast schrieb: Die Hengeler-Partner, die von KE gewechselt sind verdienen jetzt wahrscheinlich dreimal so viel. Gescheitert würde ich das jetzt nicht nennen. Auch die Associates, die nun bei KE Equity Partner sind werden zum Teil mehr verdienen als bei HM jemals möglich gewesen wäre.Scheitern ist ein hartes Wort und wohl nicht zutreffend.
Da Kirkland zwei unterschiedliche Partnerstufen hat, wurde nach meinem Eindruck bislang kaum (oder gar kein) Ex-HM-Associate zum Vollpartner. Dass man bei KE allgemein sehr gut verdienen kann, ist allerdings wahr.
So oder so: Die KE-Mannschaft ist personell nicht besser als die Wettbewerber aufgestellt, wie hier häufiger suggeriert wird.
Es gibt einige Ex-HM-Rechtsanwälte, die nun mehr verdienen als ein durchschnittlicher HM-Partner. Das mag schön sein; die Tatsache, sich bei HM nicht durchgesetzt zu haben, gleicht das aber nie aus. Es gibt eben Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann, und dazu gehört eben, in Deutschlands elitärster Kanzlei in die Riege der Partner als Gleichberechtigter aufgenommen worden zu sein. Hier gibt es nur ein Entweder/Oder, ein Siegen oder ein Scheitern.
"In Deutschlands elitären Kanzlei" das ich nicht lache. Unbestritten gehört Hengeler zu den top Kanzleien Deutschlands. Allzu elitär können Sie jedoch kaum gewesen sein, gerade weil damals auch ein sehr hoher Hengeler Partner zu kirkland gewechselt ist. Und wer freiwillig für weniger Geld im Lockstep System als junger Partner sich für die älteren, die sich unter diesem Syszem ausruhen, abarbeitet, ist selbst Schuld an seiner Misere, darf sich dann aber nicht darüber beschweren, dass man in anderen Kanzleien mehr verdienen kann und die Arbeit wertgeschätzt wird.
Insgesamt finde ich das "XY ist gewechselt und daraus folgt, er/sie sei bei der vorherigen Kanzlei gescheitert" sehr fragwürdig bzw. bedenklich.
Ausserdem spielt Kirkland weltweit in einer anderen Liga (wohingegen man von hengeler in Amerika wohl noch nie gehört hat).
Die Mahnung einen Wechsel nicht mit Scheitern gleichzusetzen halte ich für sehr zutreffend. Man wechselt zB auch, weil die neue Kanzlei für das eigene Profil eine bessere Plattform bietet. Es ist außerdem denkbar, dass man wechselt, weil man die Chance hat, den deutschen Standort einer weltweit bekannten Kanzlei - so etwa bei S&C, KE, Milbank und zT Latham - aufbauen zu können. Nur wegen des Geldes wird man aber nicht zu einer anderen Kanzlei gehen. Zumal die älteren Partner speziell bei HM nun wirklich nicht dafür bekannt sind, wenig zum Kanzleiergebnis beizutragen - im Gegenteil.
Zum untenstehenden Absatz: Natürlich ist KE in den USA und auch weltweit stärker als HM. Das folgt aber nicht aus Qualitätsunterschieden, sondern aus der geographischen Spezialisierung von Hengeler. In New York ist Hengeler schon nicht völlig unbekannt. Immerhin arbeitet die Kanzlei häufiger mit den Wall Street-Buden zusammen.
Die Wechsel weg von HM sind alles Fälle des Scheiterns - bis auf eine Ausnahme. Der Normalfall ist, dass Leute nicht Partner wurden, und dann gewechselt sind. Das waren keine freiwilligen Wechsel. Allein Herfs ist gegangen, weil er so sauer war, daß sein Schützling nicht Partner wurde. Die (sehr wenigen) anderen Abgänge wurden eher rausgemobbt, als dass sie freiwillig gegangen wären. Auch das ist ein Scheitern.
19.03.2021, 19:19
(19.03.2021, 19:06)Gasti schrieb:(19.03.2021, 18:04)Gast schrieb:(19.03.2021, 17:46)Gast schrieb:Beides ist richtig. Hengeler ist die Traditionsadresse in Deutschland und verliert nahezu nie Partner an Wettbewerber (anders Freshfields und Linklaters etwa). Natürlich gibt es neben Hengeler auch noch anderen elitäre Kanzleien - meist allerdings nicht mit einer vergleichbaren Historie.(19.03.2021, 17:24)Gasti schrieb:(19.03.2021, 15:22)Gast schrieb: Scheitern ist ein hartes Wort und wohl nicht zutreffend.
Da Kirkland zwei unterschiedliche Partnerstufen hat, wurde nach meinem Eindruck bislang kaum (oder gar kein) Ex-HM-Associate zum Vollpartner. Dass man bei KE allgemein sehr gut verdienen kann, ist allerdings wahr.
So oder so: Die KE-Mannschaft ist personell nicht besser als die Wettbewerber aufgestellt, wie hier häufiger suggeriert wird.
Es gibt einige Ex-HM-Rechtsanwälte, die nun mehr verdienen als ein durchschnittlicher HM-Partner. Das mag schön sein; die Tatsache, sich bei HM nicht durchgesetzt zu haben, gleicht das aber nie aus. Es gibt eben Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann, und dazu gehört eben, in Deutschlands elitärster Kanzlei in die Riege der Partner als Gleichberechtigter aufgenommen worden zu sein. Hier gibt es nur ein Entweder/Oder, ein Siegen oder ein Scheitern.
"In Deutschlands elitären Kanzlei" das ich nicht lache. Unbestritten gehört Hengeler zu den top Kanzleien Deutschlands. Allzu elitär können Sie jedoch kaum gewesen sein, gerade weil damals auch ein sehr hoher Hengeler Partner zu kirkland gewechselt ist. Und wer freiwillig für weniger Geld im Lockstep System als junger Partner sich für die älteren, die sich unter diesem Syszem ausruhen, abarbeitet, ist selbst Schuld an seiner Misere, darf sich dann aber nicht darüber beschweren, dass man in anderen Kanzleien mehr verdienen kann und die Arbeit wertgeschätzt wird.
Insgesamt finde ich das "XY ist gewechselt und daraus folgt, er/sie sei bei der vorherigen Kanzlei gescheitert" sehr fragwürdig bzw. bedenklich.
Ausserdem spielt Kirkland weltweit in einer anderen Liga (wohingegen man von hengeler in Amerika wohl noch nie gehört hat).
Die Mahnung einen Wechsel nicht mit Scheitern gleichzusetzen halte ich für sehr zutreffend. Man wechselt zB auch, weil die neue Kanzlei für das eigene Profil eine bessere Plattform bietet. Es ist außerdem denkbar, dass man wechselt, weil man die Chance hat, den deutschen Standort einer weltweit bekannten Kanzlei - so etwa bei S&C, KE, Milbank und zT Latham - aufbauen zu können. Nur wegen des Geldes wird man aber nicht zu einer anderen Kanzlei gehen. Zumal die älteren Partner speziell bei HM nun wirklich nicht dafür bekannt sind, wenig zum Kanzleiergebnis beizutragen - im Gegenteil.
Zum untenstehenden Absatz: Natürlich ist KE in den USA und auch weltweit stärker als HM. Das folgt aber nicht aus Qualitätsunterschieden, sondern aus der geographischen Spezialisierung von Hengeler. In New York ist Hengeler schon nicht völlig unbekannt. Immerhin arbeitet die Kanzlei häufiger mit den Wall Street-Buden zusammen.
Die Wechsel weg von HM sind alles Fälle des Scheiterns - bis auf eine Ausnahme. Der Normalfall ist, dass Leute nicht Partner wurden, und dann gewechselt sind. Das waren keine freiwilligen Wechsel. Allein Herfs ist gegangen, weil er so sauer war, daß sein Schützling nicht Partner wurde. Die (sehr wenigen) anderen Abgänge wurden eher rausgemobbt, als dass sie freiwillig gegangen wären. Auch das ist ein Scheitern.
Hengeler scheint, nachdem sie Gehaltsmässig nicht mithalten können, nun marketingtechnisch auf "Elite" "scheitern" und ähnlich zu setzen. Einfach mal das Gehalt für die abverlangten Stunden anpassen und sich nicht so sehr auf die Abgänge konzentrieren...
19.03.2021, 19:29
(19.03.2021, 19:19)Gast schrieb:(19.03.2021, 19:06)Gasti schrieb:(19.03.2021, 18:04)Gast schrieb:(19.03.2021, 17:46)Gast schrieb:Beides ist richtig. Hengeler ist die Traditionsadresse in Deutschland und verliert nahezu nie Partner an Wettbewerber (anders Freshfields und Linklaters etwa). Natürlich gibt es neben Hengeler auch noch anderen elitäre Kanzleien - meist allerdings nicht mit einer vergleichbaren Historie.(19.03.2021, 17:24)Gasti schrieb: Es gibt einige Ex-HM-Rechtsanwälte, die nun mehr verdienen als ein durchschnittlicher HM-Partner. Das mag schön sein; die Tatsache, sich bei HM nicht durchgesetzt zu haben, gleicht das aber nie aus. Es gibt eben Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann, und dazu gehört eben, in Deutschlands elitärster Kanzlei in die Riege der Partner als Gleichberechtigter aufgenommen worden zu sein. Hier gibt es nur ein Entweder/Oder, ein Siegen oder ein Scheitern.
"In Deutschlands elitären Kanzlei" das ich nicht lache. Unbestritten gehört Hengeler zu den top Kanzleien Deutschlands. Allzu elitär können Sie jedoch kaum gewesen sein, gerade weil damals auch ein sehr hoher Hengeler Partner zu kirkland gewechselt ist. Und wer freiwillig für weniger Geld im Lockstep System als junger Partner sich für die älteren, die sich unter diesem Syszem ausruhen, abarbeitet, ist selbst Schuld an seiner Misere, darf sich dann aber nicht darüber beschweren, dass man in anderen Kanzleien mehr verdienen kann und die Arbeit wertgeschätzt wird.
Insgesamt finde ich das "XY ist gewechselt und daraus folgt, er/sie sei bei der vorherigen Kanzlei gescheitert" sehr fragwürdig bzw. bedenklich.
Ausserdem spielt Kirkland weltweit in einer anderen Liga (wohingegen man von hengeler in Amerika wohl noch nie gehört hat).
Die Mahnung einen Wechsel nicht mit Scheitern gleichzusetzen halte ich für sehr zutreffend. Man wechselt zB auch, weil die neue Kanzlei für das eigene Profil eine bessere Plattform bietet. Es ist außerdem denkbar, dass man wechselt, weil man die Chance hat, den deutschen Standort einer weltweit bekannten Kanzlei - so etwa bei S&C, KE, Milbank und zT Latham - aufbauen zu können. Nur wegen des Geldes wird man aber nicht zu einer anderen Kanzlei gehen. Zumal die älteren Partner speziell bei HM nun wirklich nicht dafür bekannt sind, wenig zum Kanzleiergebnis beizutragen - im Gegenteil.
Zum untenstehenden Absatz: Natürlich ist KE in den USA und auch weltweit stärker als HM. Das folgt aber nicht aus Qualitätsunterschieden, sondern aus der geographischen Spezialisierung von Hengeler. In New York ist Hengeler schon nicht völlig unbekannt. Immerhin arbeitet die Kanzlei häufiger mit den Wall Street-Buden zusammen.
Die Wechsel weg von HM sind alles Fälle des Scheiterns - bis auf eine Ausnahme. Der Normalfall ist, dass Leute nicht Partner wurden, und dann gewechselt sind. Das waren keine freiwilligen Wechsel. Allein Herfs ist gegangen, weil er so sauer war, daß sein Schützling nicht Partner wurde. Die (sehr wenigen) anderen Abgänge wurden eher rausgemobbt, als dass sie freiwillig gegangen wären. Auch das ist ein Scheitern.
Hengeler scheint, nachdem sie Gehaltsmässig nicht mithalten können, nun marketingtechnisch auf "Elite" "scheitern" und ähnlich zu setzen. Einfach mal das Gehalt für die abverlangten Stunden anpassen und sich nicht so sehr auf die Abgänge konzentrieren...
Ich hoffe wirklich, dass die Anwälte dort nicht wirklich so sind, wie der HM-Fanclub es suggeriert, ansonsten sollten die sich in menschlicher Abschaum mbh umfirmieren.
19.03.2021, 19:33
...genau das dachte ich mir auch gerade.
19.03.2021, 19:58
Nach meiner Erfahrung sind die HM-Anwälte überhaupt nicht so. Niemand der mir bekannten Anwälte dort würde sagen, dass alles außer HM-Partnerschaft ein Scheitern darstellt. Im Gegenteil - es herrscht durchaus Verständnis dafür, der GK-Welt als solcher den Rücken zu kehren und lieber ins Unternehmen (als Beispiel) zu wechseln.
Ich würde ein solch unsympathisches Mindset eher unter Studenten und Referendaren vermuten. Als Associate bekommt man schließlich zwangsläufig mit, dass es manchmal selbst für herausragende Juristen keinen Platz in der Partnerschaft gibt.
Ich würde ein solch unsympathisches Mindset eher unter Studenten und Referendaren vermuten. Als Associate bekommt man schließlich zwangsläufig mit, dass es manchmal selbst für herausragende Juristen keinen Platz in der Partnerschaft gibt.








