05.09.2026, 21:36
Guten Tag, kann jemand aus erster Hand ggf. sagen/abschätzen, ob eine Bewerbung in Cambridge für einen LLM schon an der Notenhürde scheitert, wenn man 11,58 Gesamt und 11,10 Staatsteil hat? Auf der Website der Uni heißt es "well within the top 10%", das wäre jedenfalls gegeben (laut JPA ca. top 6 %). Ich hab allerdings schon öfter das Gerücht gehört, dass es erst ab 12 Punkten sinnvoll ist oder dass auch der Staatsteil allermindestens im Gut sein muss. Daher wäre es interessant, falls hier jemand mal mit ähnlichen Noten angenommen wurde. Vielen Dank!
07.09.2026, 15:47
Es ist vor Ort ein offenes Geheimnis, dass ein "gut" nach unten die harte Grenze bildet - ob sie das am Staatsteil messen, kann ich nicht sicher sagen. Es sind aber sicher Leute von 11,5x bis 13,XX und mehr dort. Ich hätte daher den Verdacht, dass bei den Leuten mit "knappen" Gut nicht alle auch im Staatsteil über den 11,5 waren. Mit dem Staatsteil bist du ja nicht weit weg, den Versuch dürfte es wert sein.
07.09.2026, 16:56
(05.09.2026, 21:36)CV3107 schrieb: Guten Tag, kann jemand aus erster Hand ggf. sagen/abschätzen, ob eine Bewerbung in Cambridge für einen LLM schon an der Notenhürde scheitert, wenn man 11,58 Gesamt und 11,10 Staatsteil hat? Auf der Website der Uni heißt es "well within the top 10%", das wäre jedenfalls gegeben (laut JPA ca. top 6 %). Ich hab allerdings schon öfter das Gerücht gehört, dass es erst ab 12 Punkten sinnvoll ist oder dass auch der Staatsteil allermindestens im Gut sein muss. Daher wäre es interessant, falls hier jemand mal mit ähnlichen Noten angenommen wurde. Vielen Dank!
Ich hab meinen Master in Oxbridge gemacht und kann dir versichern, dass man dort bedeutend mehr auf die Platzziffer/Prozentzahl achtet als auf die konkrete Punktzahl. Anders kann man die internationalen Bewerber (und zu einem gewissen Punkt auch die Staatsexamensnoten der verschiedenen Bundesländer) nicht wirklich sinnvoll vergleichen. Deine Punktzahl klingt danach als wärst du ein realistischer Kandidat. Bedenke aber, dass die konkrete Staatsexamensnote max. 1/3 der Bewerbung ausmacht. Konkretes wissenschaftliches Interesse im Lebenslauf (WissMit, Publikationen etc.), ein dazu passendes Motivationsschreiben sowie ein starkes personalisiertes Empfehlungsschreiben von Profs, die dich wirklich kennen, sind für die Bewerbung mindestens genauso relevant. Noten sind nur einer von mehreren relevanten Bewertungsfaktoren bei der Bewerbung, was in Deutschland gerne mal übersehen wird.
07.09.2026, 17:31
(07.09.2026, 15:47)Fischkopp schrieb: Es ist vor Ort ein offenes Geheimnis, dass ein "gut" nach unten die harte Grenze bildet - ob sie das am Staatsteil messen, kann ich nicht sicher sagen. Es sind aber sicher Leute von 11,5x bis 13,XX und mehr dort. Ich hätte daher den Verdacht, dass bei den Leuten mit "knappen" Gut nicht alle auch im Staatsteil über den 11,5 waren. Mit dem Staatsteil bist du ja nicht weit weg, den Versuch dürfte es wert sein.
Danke sehr, die 85 GBP Bewerbungsgebühr und den Organisationsaufwand ist es dann wahrscheinlich wert, wenn es nicht gänzlich aussichtslos ist
07.09.2026, 17:33
(07.09.2026, 16:56)BNC2026 schrieb:(05.09.2026, 21:36)CV3107 schrieb: Guten Tag, kann jemand aus erster Hand ggf. sagen/abschätzen, ob eine Bewerbung in Cambridge für einen LLM schon an der Notenhürde scheitert, wenn man 11,58 Gesamt und 11,10 Staatsteil hat? Auf der Website der Uni heißt es "well within the top 10%", das wäre jedenfalls gegeben (laut JPA ca. top 6 %). Ich hab allerdings schon öfter das Gerücht gehört, dass es erst ab 12 Punkten sinnvoll ist oder dass auch der Staatsteil allermindestens im Gut sein muss. Daher wäre es interessant, falls hier jemand mal mit ähnlichen Noten angenommen wurde. Vielen Dank!
Ich hab meinen Master in Oxbridge gemacht und kann dir versichern, dass man dort bedeutend mehr auf die Platzziffer/Prozentzahl achtet als auf die konkrete Punktzahl. Anders kann man die internationalen Bewerber (und zu einem gewissen Punkt auch die Staatsexamensnoten der verschiedenen Bundesländer) nicht wirklich sinnvoll vergleichen. Deine Punktzahl klingt danach als wärst du ein realistischer Kandidat. Bedenke aber, dass die konkrete Staatsexamensnote max. 1/3 der Bewerbung ausmacht. Konkretes wissenschaftliches Interesse im Lebenslauf (WissMit, Publikationen etc.), ein dazu passendes Motivationsschreiben sowie ein starkes personalisiertes Empfehlungsschreiben von Profs, die dich wirklich kennen, sind für die Bewerbung mindestens genauso relevant. Noten sind nur einer von mehreren relevanten Bewertungsfaktoren bei der Bewerbung, was in Deutschland gerne mal übersehen wird.
Vielen Dank! Laut JPA war ich mit meinem Staatsteil unter den besten 5,5 % und insgesamt unter den besten 6,8 % meines Jahrgangs. Zudem ist die Diss bis dahin abgegeben, JZ-Aufsatz und 3 Jahre WiMi an der Uni (zudem auch kurz GK) – den Rest kann ich zum Glück selbst beeinflussen, da dann das beste geben und hoffen. Und wenns dann nicht klappt, kann ich damit dann denke ich mal leben









