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  5. Dumme Fehler in Probezeit als Richter
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Dumme Fehler in Probezeit als Richter
SNOOPY
Junior Member
**
Beiträge: 12
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2024
#1
05.06.2026, 23:16
Folgendes: Ich habe bei der StA angefangen und bin dann relativ unvorhergesehen während meiner Probezeit ans Gericht gewechselt

Jedenfalls ist mir folgender Fehler passiert: Es gab eine Beschwerde gegen einen Durchsuchungsbeschluss, über die ich zu entscheiden hatte. Die Durchsuchung hatte ich damals selbst beantragt, allerdings nur als Vertreter für einen anderen. Ich habe mich auch daran erinnert, aber für mich war das irgendwie trotzdem nicht "meine Akte", weil ich ja nur als Vertreter gehandelt habe. Deshalb habe ich auch nicht daran gedacht, dass ein Fall von 22 Nr. 4 StPO vorliegen könnte. Nunja: Deshalb wurde meine Entscheidung nun vom LG aufgehoben...

Mir ist das ehrlicherweise sehr peinlich, da es ein totaler Anfängerfehler ist. Anderseits hat die StA es auch nicht bemerkt...

Mache ich mir zu viele Gedanken? Oder sind auch solche Fehler einfach normal, weil wir eben alle nur Menschen sind?
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Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/

Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:

https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
 
Luke
Junior Member
**
Beiträge: 17
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2023
#2
06.06.2026, 08:36
Passiert. Abhaken und weitermachen. Gerade am Amtsgericht braucht man eine gewisse Fehlertoleranz.
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Praktiker
Posting Freak
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Beiträge: 2.193
Themen: 0
Registriert seit: Apr 2021
#3
06.06.2026, 10:53
Leider passiert so etwas wirklich, und zwar genau dann: wenn man gar kein Störgefühl hat. Wenn Dir jemand die Rechtsfrage zur Prüfung vorgelegt hätte, hättest Du sie natürlich richtig beantwortet, aber hier hast Du gar nicht gedacht, dass es problematisch sein könnte. Da hilft nur Erfahrung und Einüben von einem Gefühl, wo es riskant werden kann.
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SNOOPY
Junior Member
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Beiträge: 12
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2024
#4
06.06.2026, 13:02
(06.06.2026, 10:53)Praktiker schrieb:  Leider passiert so etwas wirklich, und zwar genau dann: wenn man gar kein Störgefühl hat. Wenn Dir jemand die Rechtsfrage zur Prüfung vorgelegt hätte, hättest Du sie natürlich richtig beantwortet, aber hier hast Du gar nicht gedacht, dass es problematisch sein könnte. Da hilft nur Erfahrung und Einüben von einem Gefühl, wo es riskant werden kann.

Ja, der konkrete Fehler passiert mir zu 100% nicht mehr, der Beschluss war auch leicht passiv aggressiv begründet...
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Lauser
Junior Member
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Beiträge: 45
Themen: 3
Registriert seit: Aug 2025
#5
Gestern, 14:00
Und ich dachte sowas passiert nur in Klausuren...
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Srcub
Junior Member
**
Beiträge: 9
Themen: 1
Registriert seit: May 2026
#6
Gestern, 23:38
Mich wundert es, dass der Verteidiger den Fehler gesehen hat. (Wer hat schon sein Hauptaugenmerk auf den Unterschriften  Cheese)
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Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.438
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#7
Vor 7 Stunden
(Gestern, 23:38)Srcub schrieb:  Mich wundert es, dass der Verteidiger den Fehler gesehen hat. (Wer hat schon sein Hauptaugenmerk auf den Unterschriften  Cheese)

Doch, gerade als Anwalt sucht man nach formellen Fehlern und schaut dann eben auch, wer mitgewirkt hat.

@TE: Fehler passieren und zu ändern ist es jetzt nicht mehr. Nochmal wird dir das nicht passieren. 100% fehlerfrei ist sicher niemand, auch wenn das ein echt blöder Fehler ist. Ich weiß nicht, ob es tröstet, auch auf Anwaltsseite ist mir bzgl. der Richterablehnung anfangs ein klassischer Fehler unterlaufen, den ich seitdem immer im Kopf habe, auch wenn es schon etliche Jahre her ist. Man lernt dazu.
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Lucille
Member
***
Beiträge: 50
Themen: 0
Registriert seit: May 2022
#8
Vor 1 Stunde
Fehler passieren, aber der Verstoß gegen eine Ausschlussvorschrift ist keine Kleinigkeit. Vor einiger Zeit hat die Verletzung der Parallelnorm in der ZPO (§ 41 ZPO) eine Proberichterin den Job gekostet - wenn auch bei deutlich anders liegendem Sachverhalt.

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/l...pflegeheim
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