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Welche Notarkammer?
neugierig01
Junior Member
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Beiträge: 2
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
#1
05.03.2026, 12:45
Ich möchte mich gerne als Notarassessor bewerben. Nun hat man ja reichlich Auswahl an unterschiedlichen Kammern. Notenanforderungen und die gröbsten Verdienstunterschiede mal beiseite gelassen, wonach wählt man die richtige Kammer aus? Gibt es wesentliche Unterschiede, die von außen nicht gleich ersichtlich sind? Oder geht man allein danach, in welchem Bezirk man später auch leben möchte? Ich würde mich freuen, wenn jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte.
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Greif
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Beiträge: 198
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2023
#2
05.03.2026, 12:52
(05.03.2026, 12:45)neugierig01 schrieb:  Ich möchte mich gerne als Notarassessor bewerben. Nun hat man ja reichlich Auswahl an unterschiedlichen Kammern. Notenanforderungen und die gröbsten Verdienstunterschiede mal beiseite gelassen, wonach wählt man die richtige Kammer aus? Gibt es wesentliche Unterschiede, die von außen nicht gleich ersichtlich sind? Oder geht man allein danach, in welchem Bezirk man später auch leben möchte? Ich würde mich freuen, wenn jemand von seinen eigenen Erfahrungen berichten könnte.

Mit der Kammer als Instanz hast du im Berufsleben wenig bis gar nichts zu tun. Ich würde die Entscheidung unter den Kammern, die für dich notentechnisch realistisch sind, davon abhängig machen, wo du später leben willst/wie wirtschaftsstark die Region ist.
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neugierig01
Junior Member
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Beiträge: 2
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
#3
05.03.2026, 13:42
Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass die Arbeit in einer Hamburger Sozietät deutlich anders ist, als als die eines typischen Einzelnotars. Ist das wirklich so?

Davon abgesehen gibt es ja auch innerhalb der einzelnen Bezirke mehr oder weniger wirtschaftsstarke Regionen. Lässt sich denn unter den westdeutschen Kammern sagen, wo, nach Hamburg, im Schnitt die größte Wirtschaftskraft zu verorten ist?
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Greif
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Beiträge: 198
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2023
#4
05.03.2026, 16:01
(05.03.2026, 13:42)neugierig01 schrieb:  Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass die Arbeit in einer Hamburger Sozietät deutlich anders ist, als als die eines typischen Einzelnotars. Ist das wirklich so?

Davon abgesehen gibt es ja auch innerhalb der einzelnen Bezirke mehr oder weniger wirtschaftsstarke Regionen. Lässt sich denn unter den westdeutschen Kammern sagen, wo, nach Hamburg, im Schnitt die größte Wirtschaftskraft zu verorten ist?

Da, wo die großen Unternehmen sitzen und die Wohnungen am teuersten sind, ist die Wirtschaftskraft am höchsten. Bei den Flächenländern weißt du natürlich vorab nicht, ob du wirklich in diese Städte kommst oder am Ende ein Landamt übernehmen musst. Das kann eben auch passieren. Das Amt kann man später nochmal wechseln, das machen dann aber viele auch nicht mehr, weil man sich grade in der Zeit, in der man in das Erstamt kommt (Anfang/Mitte 30), nach ein paar Jahren mit Frau und Kindern dort festgelebt hat. Muss ja aber nicht schlecht sein.

Die Arbeit eines Landnotars unterscheidet sich erheblich von der Arbeit eines Hamburger (Innen-)Stadtnotars, das ist richtig. Ersterer macht sehr viel mehr Vorsorgevollmachten und Überlassungsverträge als Letzterer, der dafür mehr mit Konzernstrukturen zu tun hat als Ersterer.
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medoLAW
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Beiträge: 62
Themen: 5
Registriert seit: Sep 2023
#5
06.03.2026, 21:55
Ich hatte mich auch mal interessiert und meine Perspektive in diesem Beitrag geschrieben:
https://www.forum-zur-letzten-instanz.de...arassessor
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RefNdsOL
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Beiträge: 637
Themen: 21
Registriert seit: May 2024
#6
07.03.2026, 08:47
Man mag noch darauf hinweisen, dass die Mindestabsicherung in Höhe einer R1-Besoldung für schwach laufende Notariate nur im Bereich der Notarkasse (Bayern/tlw. Pfalz) und der Ländernotarkasse (neue Länder) besteht. Im Bereich der Rheinischen Notarkammer, der Hamburger Notarkamer und der BW besteht dieses Institut nicht. Ob man das überhaupt für notwendig hält, mag eine andere Frage sein, ist aber sicherlich sinnvoll zu wissen.
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