02.04.2026, 16:47
Guten Tag,
ich bin auf der Suche nach Rat, insbesondere von Menschen, die das Ref schon hinter sich gebracht haben:
Ich habe die Möglichkeit, in einer ausländischen GK (ca 90 Standorte Weltweit, auch D) in einer Weltmetropole meine Wahlstation zu absolvieren. Rechtsgebiet wäre international dispute resolution. Eine „echte“ internationale Arbeitserfahrung ist hier vermutlich, falls ich in diesem Bereich später arbeiten möchte, eine wichtige Erfahrung. Plus mein Interessengebiet und die Einbeziehung in die Schiedsverfahren soll wirklich erfolgen, nicht nur Prakti-Aufgaben.
In dem Bewerbungsgespräch wurde mir mitgeteilt, dass 5 Tage/Woche erwartet wird und Überstunden anfallen werden, uU auch das ein oder andere mal bis Mitternacht. Vergütung ca. 1000€ im Monat (Miete in der Stadt kostet ca. 1500€ im Monat), dann natürlich noch mein Ref-Gehalt (gekürzt?). Die Kanzlei hilft bei Visum und Wohnungssuche, allerdings nicht finanziell.
Ich frage mich nun, ob das Standard ist für eine Wahlstation im Ausland, insbesondere in einer GK mit internationalem Fokus. Zudem frage ich mich, inwiefern im Bereich Litigation/Arbitration die einschlägige Berufserfahrung in einer internationalen GK ein etwaiges nicht-VB examen „wettmachen“ würde. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Überstunden und Arbeitslast, in NRW ist jedoch der Lernmonat vor der mündlichen weggefallen und daher würde ich direkt von dort womöglich in die mündliche gehen müssen und könnte mich bei diesem Pensum natürlich nicht intensiv vorbereiten. Wenn dadurch meine Note leidet, ich aber keine Vorteile durch die Station erlange und im Zweifel ja auch das Land nicht kennenlernen kann vor lauter Arbeit, klingt das nach einem schlechten Deal.
Andererseits weiß ich nicht, wie „leicht“ ich an andere Angebote dieser Art kommen kann, da ich mir ernsthaft vorstellen könnte in diesem Bereich zu arbeiten und es daher gerne erleben würde.
Daher: Habt ihr Erfahrungen zu den Konditionen bei GKs im Ausland und wie lief das bei euch mit lernen auf die mündliche?
Kommt man „leicht“ an Wahlstationen in ausländischen GKs mit besseren Bedingungen (Qualifikation vorausgesetzt natürlich) oder ist das hier so eine „nimm was du kriegst“ Situation?
Vielen Dank!
ich bin auf der Suche nach Rat, insbesondere von Menschen, die das Ref schon hinter sich gebracht haben:
Ich habe die Möglichkeit, in einer ausländischen GK (ca 90 Standorte Weltweit, auch D) in einer Weltmetropole meine Wahlstation zu absolvieren. Rechtsgebiet wäre international dispute resolution. Eine „echte“ internationale Arbeitserfahrung ist hier vermutlich, falls ich in diesem Bereich später arbeiten möchte, eine wichtige Erfahrung. Plus mein Interessengebiet und die Einbeziehung in die Schiedsverfahren soll wirklich erfolgen, nicht nur Prakti-Aufgaben.
In dem Bewerbungsgespräch wurde mir mitgeteilt, dass 5 Tage/Woche erwartet wird und Überstunden anfallen werden, uU auch das ein oder andere mal bis Mitternacht. Vergütung ca. 1000€ im Monat (Miete in der Stadt kostet ca. 1500€ im Monat), dann natürlich noch mein Ref-Gehalt (gekürzt?). Die Kanzlei hilft bei Visum und Wohnungssuche, allerdings nicht finanziell.
Ich frage mich nun, ob das Standard ist für eine Wahlstation im Ausland, insbesondere in einer GK mit internationalem Fokus. Zudem frage ich mich, inwiefern im Bereich Litigation/Arbitration die einschlägige Berufserfahrung in einer internationalen GK ein etwaiges nicht-VB examen „wettmachen“ würde. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Überstunden und Arbeitslast, in NRW ist jedoch der Lernmonat vor der mündlichen weggefallen und daher würde ich direkt von dort womöglich in die mündliche gehen müssen und könnte mich bei diesem Pensum natürlich nicht intensiv vorbereiten. Wenn dadurch meine Note leidet, ich aber keine Vorteile durch die Station erlange und im Zweifel ja auch das Land nicht kennenlernen kann vor lauter Arbeit, klingt das nach einem schlechten Deal.
Andererseits weiß ich nicht, wie „leicht“ ich an andere Angebote dieser Art kommen kann, da ich mir ernsthaft vorstellen könnte in diesem Bereich zu arbeiten und es daher gerne erleben würde.
Daher: Habt ihr Erfahrungen zu den Konditionen bei GKs im Ausland und wie lief das bei euch mit lernen auf die mündliche?
Kommt man „leicht“ an Wahlstationen in ausländischen GKs mit besseren Bedingungen (Qualifikation vorausgesetzt natürlich) oder ist das hier so eine „nimm was du kriegst“ Situation?
Vielen Dank!
Zur Vorbereitung Deiner mündlichen Prüfung solltest Du auf jeden Fall die vielen Infos der Seite Protokolle-Assessorexamen.de nutzen:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
https://www.protokolle-assessorexamen.de/
Neben der Möglichkeit, kostenlos die Protokolle Deiner Prüfer herunterzuladen, findest Du auf der Seite eine Sammlung von im Netz abrufbaren Aktenvorträgen. Zudem findest Du dort Hinweise auf aktuelle Rechtsprechung, den "Fall des Monats" für Rechtsreferendare sowie hilfreiche Tools wie den Notenrechner:
https://www.protokolle-assessorexamen.de/infos.php
02.04.2026, 17:21
Was ist das denn für eine GK, die nur 1000/Monat bei 5 Tagen/Woche zahlt?? Du solltest das 5x eigentlich mindestens kriegen...
02.04.2026, 23:12
Ja das dachte ich zunächst auch, aber es ist monatlich, nicht pro Wochenarbeitstag. Ich erkläre es mir damit, dass sich um eine ausländische Kanzlei handelt, die mit Referendaren eigentlich nichts anfangen kann…
02.04.2026, 23:26
(02.04.2026, 23:12)Kanari_321 schrieb: Ja das dachte ich zunächst auch, aber es ist monatlich, nicht pro Wochenarbeitstag. Ich erkläre es mir damit, dass sich um eine ausländische Kanzlei handelt, die mit Referendaren eigentlich nichts anfangen kann…
Ist das wirklich eine ausländische Kanzlei, wenn sie einen Standort in DE haben? Also sie müssten sich zumindest über das deutsche Team irgendwie informiert haben. Wurde das durch das dt. Büro vermittelt oder hast du dich direkt dort beworben?
Ich habe meine Wahlstation "zuhause" gemacht und habe bereut, dass ich den März nicht frei hatte. Hätte lieber gelernt, da man nach den Klausuren im Januar (1. Monat Wahlstation für mich) ja eh zu nichts kommt. 5 Tage durchgehend würde ich niemals machen - meine Wahlstation endete vorgestern und ich hatte gestern mündliche Prüfung :D etwas zu bedenken haha
03.04.2026, 07:25
(02.04.2026, 23:26)JuraBW2026 schrieb:Hab auch Wahlstation bei einem Unternehmen gemacht im Ausland - Vollzeit und für weniger als 1000€ im Monat. War für die mündliche völlig egal(02.04.2026, 23:12)Kanari_321 schrieb: Ja das dachte ich zunächst auch, aber es ist monatlich, nicht pro Wochenarbeitstag. Ich erkläre es mir damit, dass sich um eine ausländische Kanzlei handelt, die mit Referendaren eigentlich nichts anfangen kann…
Ist das wirklich eine ausländische Kanzlei, wenn sie einen Standort in DE haben? Also sie müssten sich zumindest über das deutsche Team irgendwie informiert haben. Wurde das durch das dt. Büro vermittelt oder hast du dich direkt dort beworben?
Ich habe meine Wahlstation "zuhause" gemacht und habe bereut, dass ich den März nicht frei hatte. Hätte lieber gelernt, da man nach den Klausuren im Januar (1. Monat Wahlstation für mich) ja eh zu nichts kommt. 5 Tage durchgehend würde ich niemals machen - meine Wahlstation endete vorgestern und ich hatte gestern mündliche Prüfung :D etwas zu bedenken haha



