08.01.2026, 16:21
Bei welcher Note kann man damit rechnen, ohne Wartezeit das Referendariat in Chemnitz starten zu können?
08.01.2026, 18:50
Das ist schwer zu sagen. Ich selbst bin in Leipzig und habe im Mai 24 angefangen. Damals hat jeder einen Platz in Sachsen bekommen und man musste nur für Leipzig ein VB mitbringen. Chemnitz, Dresden und Bautzen waren zulassungsfrei.
Im November 25 musstest du 8,2 Punkte haben, um überhaupt(!) einen Platz in SN zu bekommen. Für Leipzig brauchte man 10,5 und für Chemnitz und Dresden war wohl entscheidend, dass man die als Erstwunsch hatte, ansonsten ging es nach Bautzen. Du musst also erstmal genug Punkte haben, um überhaupt einen Platz in SN zu bekommen. Das OLG scheint dann im einem zweiten Schritt die Standorte nach den Erstwünschen zu verteilen und geht dabei auch nach Note vor. Sprich: mit Erstwunsch Leipzig musst du zu den 60 besten Leuten, die als Erstwunsch Leipzig haben, gehören. Mit Erstwunsch Chemnitz wahrscheinlich zu den 40 besten Leuten (meines Wissens nach gibt es dort 2 AGen mit ca. 20 Leuten), die Chemnitz als Erstwunsch haben.
Ruf am besten beim OLG an, die sind sehr nett. Es lohnt nach Hörensagen auch, nach dem Versand des Bescheids nachzufragen, falls du eine Ablehnung oder anderen Standort kassierst.
PS: ich kann vom Ref in SN nur abraten. Wenn du nicht aus privaten Gründen nach Chemnitz willst, dann geh lieber nach Sachsen-Anhalt oder ganz woanders hin. In SN hast du extrem viel (sinnlosen) Unterricht, viele Pflichtklausuren, die ewig (teilweise nicht einmal bis zum Examen) korrigiert werden, dauernd Besonderheiten, die von Kaiser und Co nicht erfasst werden und in “Ringklausuren” im Examen immer mehr Aufgaben als die anderen BLen. Die Hilfsmittel sind hier auch sehr mager (keine Markierungen, keine Unterstreichungen, keinen HGB Kommentar, kein Formularbuch) und zur Krönung musst du in der mündlichen noch ein zusätzlich Wahlfach ableisten, das den Umfang wie Strafrecht insgesamt hat. Die Noten sind entsprechend schlecht, obwohl mehr als 1/3 (= 60 Leipziger plus ein paar Dresdner von ca. 180 Prüflingen) im 1. Examen ein VB hatten. Die Aufsichtskraft im Examen ist auch schon als Hexe bekannt, weil sie dermaßen unfreundlich und mit Worten übergriffig (einem Kollegen ist sie auf Toilette gefolgt, um ihm zu sagen, dass er sich andere Schuhe anziehen solle und das ist kein Einzelfall) ist. Die Auswahl an interessanten Stationen ist ebenfalls überschaubar. Den beworbenen freiwilligen Klausurenkurs kann man in die Tonne treten - schlechte Besprechungen, extrem lange Korrekturzeiten und knuffige 2 Seiten Strichpunkte als Lösung. In Chemnitz kannst du dich auch auf eine generelle Attestpflicht für jeden Krankheitstag einstellen.
Im November 25 musstest du 8,2 Punkte haben, um überhaupt(!) einen Platz in SN zu bekommen. Für Leipzig brauchte man 10,5 und für Chemnitz und Dresden war wohl entscheidend, dass man die als Erstwunsch hatte, ansonsten ging es nach Bautzen. Du musst also erstmal genug Punkte haben, um überhaupt einen Platz in SN zu bekommen. Das OLG scheint dann im einem zweiten Schritt die Standorte nach den Erstwünschen zu verteilen und geht dabei auch nach Note vor. Sprich: mit Erstwunsch Leipzig musst du zu den 60 besten Leuten, die als Erstwunsch Leipzig haben, gehören. Mit Erstwunsch Chemnitz wahrscheinlich zu den 40 besten Leuten (meines Wissens nach gibt es dort 2 AGen mit ca. 20 Leuten), die Chemnitz als Erstwunsch haben.
Ruf am besten beim OLG an, die sind sehr nett. Es lohnt nach Hörensagen auch, nach dem Versand des Bescheids nachzufragen, falls du eine Ablehnung oder anderen Standort kassierst.
PS: ich kann vom Ref in SN nur abraten. Wenn du nicht aus privaten Gründen nach Chemnitz willst, dann geh lieber nach Sachsen-Anhalt oder ganz woanders hin. In SN hast du extrem viel (sinnlosen) Unterricht, viele Pflichtklausuren, die ewig (teilweise nicht einmal bis zum Examen) korrigiert werden, dauernd Besonderheiten, die von Kaiser und Co nicht erfasst werden und in “Ringklausuren” im Examen immer mehr Aufgaben als die anderen BLen. Die Hilfsmittel sind hier auch sehr mager (keine Markierungen, keine Unterstreichungen, keinen HGB Kommentar, kein Formularbuch) und zur Krönung musst du in der mündlichen noch ein zusätzlich Wahlfach ableisten, das den Umfang wie Strafrecht insgesamt hat. Die Noten sind entsprechend schlecht, obwohl mehr als 1/3 (= 60 Leipziger plus ein paar Dresdner von ca. 180 Prüflingen) im 1. Examen ein VB hatten. Die Aufsichtskraft im Examen ist auch schon als Hexe bekannt, weil sie dermaßen unfreundlich und mit Worten übergriffig (einem Kollegen ist sie auf Toilette gefolgt, um ihm zu sagen, dass er sich andere Schuhe anziehen solle und das ist kein Einzelfall) ist. Die Auswahl an interessanten Stationen ist ebenfalls überschaubar. Den beworbenen freiwilligen Klausurenkurs kann man in die Tonne treten - schlechte Besprechungen, extrem lange Korrekturzeiten und knuffige 2 Seiten Strichpunkte als Lösung. In Chemnitz kannst du dich auch auf eine generelle Attestpflicht für jeden Krankheitstag einstellen.


