04.02.2021, 09:20
(04.02.2021, 09:00)Gast schrieb:(04.02.2021, 03:42)Gast schrieb: D.h.in Ministerien etc. (öffentliche Verwaltung) wird 3 x so oft gemobbt, fast so oft wie bei Lehr- und Erziehungsberufen (Sozialer Bereich, 3,5 x).
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
Jeder weiß, dass Mobbing unzulässig ist. Wer mobbt, will dadurch meistens etwas kompensieren. Und das ist bei der Verwaltung nunmal, dass es für die Justiz nicht gereicht hat
Das ist doch Unsinn. Es gibt genug Bereiche in der Verwaltung in der keine Juristen sind und trotzdem gemobbt wird. Ebenso wenig hat die zuvor erwähnte Kenntnis von der Unzulässigkeit damit zu tun. Ich war einige Zeit in einer großen Kanzlei in einem Arbeitsrechtsdezernat, in dem der Partner versucht hat, eine unliebsame Anwältin rauszumobben, weil er sie eben nicht grundlos kündigen konnte. Wer glaubt, dass allein Juristen sich immer an Recht und Gesetz halten, hat wohl auch den Großteil seines Lebens unter einem Stein gelebt.
Der Aspekt der Kompensation des verpassten Justiz-Jobs dürfte in sehr wenigen Fällen der Grund für Mobbing sein. Es gibt nämlich genug Leute, egal mit welchen Noten, die durchaus freiwillig in der Verwaltung sind. Abgesehen davon herrscht in der Verwaltung nun einmal eine gewisse Hierarchie, anders als im Richterdienst, sodass manch einer wegen mutmaßlicher Konkurrenz Angst um seine Pfründe hat. Dass Kompensation anderer Defizite gleichwohl ein häufig auftretender Grund ist, stelle ich nicht in Abrede. Darüber hinaus gibt es einfach, wie bei den erwähnten Partner, oft den A.........-Quotienten. Und den gibt es leider in vielen Jobs, egal ob Jurist oder nicht.
04.02.2021, 09:43
mehr Frauen mehr Mobbing. Die Kausalität liegt auf der Hand
04.02.2021, 09:46
(04.02.2021, 09:20)Gast schrieb:(04.02.2021, 09:00)Gast schrieb:(04.02.2021, 03:42)Gast schrieb: D.h.in Ministerien etc. (öffentliche Verwaltung) wird 3 x so oft gemobbt, fast so oft wie bei Lehr- und Erziehungsberufen (Sozialer Bereich, 3,5 x).
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
Jeder weiß, dass Mobbing unzulässig ist. Wer mobbt, will dadurch meistens etwas kompensieren. Und das ist bei der Verwaltung nunmal, dass es für die Justiz nicht gereicht hat
Das ist doch Unsinn. Es gibt genug Bereiche in der Verwaltung in der keine Juristen sind und trotzdem gemobbt wird. Ebenso wenig hat die zuvor erwähnte Kenntnis von der Unzulässigkeit damit zu tun. Ich war einige Zeit in einer großen Kanzlei in einem Arbeitsrechtsdezernat, in dem der Partner versucht hat, eine unliebsame Anwältin rauszumobben, weil er sie eben nicht grundlos kündigen konnte. Wer glaubt, dass allein Juristen sich immer an Recht und Gesetz halten, hat wohl auch den Großteil seines Lebens unter einem Stein gelebt.
Der Aspekt der Kompensation des verpassten Justiz-Jobs dürfte in sehr wenigen Fällen der Grund für Mobbing sein. Es gibt nämlich genug Leute, egal mit welchen Noten, die durchaus freiwillig in der Verwaltung sind. Abgesehen davon herrscht in der Verwaltung nun einmal eine gewisse Hierarchie, anders als im Richterdienst, sodass manch einer wegen mutmaßlicher Konkurrenz Angst um seine Pfründe hat. Dass Kompensation anderer Defizite gleichwohl ein häufig auftretender Grund ist, stelle ich nicht in Abrede. Darüber hinaus gibt es einfach, wie bei den erwähnten Partner, oft den A.........-Quotienten. Und den gibt es leider in vielen Jobs, egal ob Jurist oder nicht.
Unabhängig davon: Ich verstehe nicht, wieso für alle die Justiz das Ziel sein soll? Wenn man Spaß an exekutiver Arbeit hat, dann kann man eben nur in die Verwaltung.
Wer Richter auf Probe bzw. Staatsanwalt werden möchte, sollte sich mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Das Karriere-Dossier ist als Print-Buch sowie als E-Book für alle 16 Bundesländer erhältlich:
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
Und zur Vorbereitung auf das alles entscheidende Vorstellungsgespräch sollte man auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben.
04.02.2021, 18:30
(04.02.2021, 09:46)Gast schrieb:(04.02.2021, 09:20)Gast schrieb:(04.02.2021, 09:00)Gast schrieb:(04.02.2021, 03:42)Gast schrieb: D.h.in Ministerien etc. (öffentliche Verwaltung) wird 3 x so oft gemobbt, fast so oft wie bei Lehr- und Erziehungsberufen (Sozialer Bereich, 3,5 x).
Von Gerichten stand da nichts.
Ich kann von meinen Refstationen bestätigen, dass in der Verwaltungsstation (Bundesministerium) am meisten gemobbt wurde durch persönliche Angriffe sogar auf Referendare ("Sie wirken uninteressiert etc.").
So habe ich das bei keiner anderen Station erlebt, erst recht nicht in der freien Wirtschaft und auch bei den Gerichtsstationen nicht. Da arbeiten ja auch überwiegend Volljuristen, die wissen, dass das unzulässig ist.
Jeder weiß, dass Mobbing unzulässig ist. Wer mobbt, will dadurch meistens etwas kompensieren. Und das ist bei der Verwaltung nunmal, dass es für die Justiz nicht gereicht hat
Das ist doch Unsinn. Es gibt genug Bereiche in der Verwaltung in der keine Juristen sind und trotzdem gemobbt wird. Ebenso wenig hat die zuvor erwähnte Kenntnis von der Unzulässigkeit damit zu tun. Ich war einige Zeit in einer großen Kanzlei in einem Arbeitsrechtsdezernat, in dem der Partner versucht hat, eine unliebsame Anwältin rauszumobben, weil er sie eben nicht grundlos kündigen konnte. Wer glaubt, dass allein Juristen sich immer an Recht und Gesetz halten, hat wohl auch den Großteil seines Lebens unter einem Stein gelebt.
Der Aspekt der Kompensation des verpassten Justiz-Jobs dürfte in sehr wenigen Fällen der Grund für Mobbing sein. Es gibt nämlich genug Leute, egal mit welchen Noten, die durchaus freiwillig in der Verwaltung sind. Abgesehen davon herrscht in der Verwaltung nun einmal eine gewisse Hierarchie, anders als im Richterdienst, sodass manch einer wegen mutmaßlicher Konkurrenz Angst um seine Pfründe hat. Dass Kompensation anderer Defizite gleichwohl ein häufig auftretender Grund ist, stelle ich nicht in Abrede. Darüber hinaus gibt es einfach, wie bei den erwähnten Partner, oft den A.........-Quotienten. Und den gibt es leider in vielen Jobs, egal ob Jurist oder nicht.
Unabhängig davon: Ich verstehe nicht, wieso für alle die Justiz das Ziel sein soll? Wenn man Spaß an exekutiver Arbeit hat, dann kann man eben nur in die Verwaltung.
+ 1: In meinem Bekanntenkreis haben diejenigen, die in die Verwaltung gegangen sind auch durchweg bessere Arbeitsbedingungen als diejenigen in der Justiz bei gleichem Gehalt. Inhaltlich kann Verwaltungsarbeit ja auch sehr spannend sein, es muss ja nicht das Bezirksamt XY sein. Ich hab mich jdf. auch bewusst gegen die Justiz entschieden. Alles, was ich von dort mitbekommen habe, war in der Tat die schon beschriebene schlechte Arbeitsatmosphäre. Ich hab sonst noch von nirgendwo so viele Mobbing Stories gehört. Das Problem ist, dass man einem Vorsitzenden, der einen Proberichter mobbt, nicht viel kann. Das sieht in der Verwaltungshierarchie anders aus.
11.02.2022, 22:35
(04.02.2021, 09:13)Gast schrieb: Hast du die Erfahrungen zufällig im BMAS gemacht? Ich empfand als Referendarin die Arbeitsatmosphäre auch als sehr unangenehm. In den einzelnen Referaten wurde viel über andere Referate und sogar nicht anwesende Kollegen aus dem selben Referat hergezogen. Man hat sich kaum getraut Fragen zu stellen etc. Teilweise haben sich zerstrittenen Führungskräfte bzw. Referatsleiter in gemeinsamen Meetings nicht angesprochen. Fehler wurden ebenfalls selten direkt angesprochen. Sagte man etwas falsches würde man einfach angeschrieben und das Gespräch beendet. Wäre es nicht nur eine Station im Ref gewesen hätte ich mich auch sicher schnell gekonnt und nicht gewollt gefühlt. Einige jüngere Juristen wirkten dort auch nicht sehr glücklich.
Kann ich dich irgendwie per DM erreichen? Hätte da ne Frage …









