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Lohnt sich ein "guter" LLM?
Träumchen
Junior Member
**
Beiträge: 12
Themen: 4
Registriert seit: Apr 2024
#1
24.02.2026, 15:32
Ich möchte einen LLM (im Ausland) machen und habe mehrere Unis in die engere Auswahl genommen. Das Themengebiet soll dabei auf dem Bereich des Europarechts, speziell des Kartell- und Beihilferechts (samt ökonomischer Bezüge) liegen. Ich schwanke bei der Auswahl insbesondere zwischen den Londoner Unis (UCL und KCL) und mehreren Unis in Kontinentaleuropa (Stockholm/Leiden/Amsterdam).

Die Sache ist nur: Ich komme aus "finanziell einfachen" Verhältnissen. Die Lebenshaltungskosten könnte ich noch ansparen, aber für die Studiengebühren der Londoner Unis müsste ich einen Kredit/Brain Capital in Anspruch nehmen, mit all den verbundenen Nachteilen. Neben meinem tiefen Wunsch nach London zu gehen (ich wollte seit Kindertagen in London leben) stellt sich daher immer mehr die Frage, ob dies finanzieller Selbstmord ist. Ich könnte (bei einem LLM in Europa) wahrscheinlich jedes Wochenende nach London oder New York fliegen und trotzdem noch Geld für eine Weltreise sparen... Auch könnte ich mir alle Wege offen halten und müsste nicht in die GK um etwaige Schulden zu tilgen. 

Andererseits habe ich Angst, dass die LLMs von Unis außerhalb von UK/US als reine "Spaßveranstaltungen" angesehen werden. Gerade Leiden und Stockholm bringen herausragende (Wirtschafts-)Wissenschaftler hervor, sind als LLM-Destinationen aber nicht im Fokus. "Zählt" ein solcher LLM im Kanzleialltag überhaupt? Ich lese immer Dinge wie: "in den Niederlanden/Europa ist es quasi wie in DE", "außerhalb von UK/USA macht man den LLM nur um der Arbeit zu entgehen" etc. Auch sind die Rankingplätze und das allgemeine Ansehen der Londoner Unis in einer ganz anderen Liga als derjenigen europäischen Unis, bei welchen ich eine Chance hätte.
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Lawliet
Member
***
Beiträge: 134
Themen: 1
Registriert seit: Jun 2021
#2
24.02.2026, 16:33
Jeder LLM ist besser als kein LLM und wenn der LLM inhaltlich zu dem passt, was du beruflich machen möchtest, umso besser.
Die Auslandserfahrung war für mich damals wichtig und ich schätze bei jedem Bewerber, dass er seinen Horizont damit erweitert hat.

Der LLM ist aber tatsächlich auch einfach eine Gelegenheit um eine gute Zeit zu haben und seine Interessen zu verfolgen. Falls du dir Stockholm/Leiden/Amsterdam gut vorstellen kannst und aufgrund der Studiengebühren eine diese Universitäten bevorzugst, würde ich dir dazu raten das zu machen und kann dir als Arbeitgeber versichern, dass es dir nicht schaden wird.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 16:35 von Lawliet.)
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069!
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#3
24.02.2026, 17:49
Es mag sein, dass jeder LLM besser ist als kein LLM. Entscheidend sollte aber sein, ob Du Deine kostbare Zeit und Deine Mittel nicht in (noch) bessere Alternativen stecken kannst. Ganz generell ist ein LLM im Ausland aufgrund der Erfahrung und Vernetzung eine wirklich schöne Sache, lohnt sich allein deswegen immer und wird von AG gern gesehen. Mit Blick auf Deine Karriere erfüllt er aber mE vor allem zwei Funktionen: er dient als Sprachqualifikation und ggf. als fachliche Spezialisierung. Eine pauschale Antwort auf Deine Frage ist schwierig, ich würde vor allem Folgendes bedenken:

Die bestmögliche Sprachqualifikation insbes. für eine spätere Tätigkeit im Kartellrecht gibt es im englischsprachigen Ausland in einem englischsprachigen Programm. Da sind KCL und UCL natürlich top, aber sehr teuer. Möglicherweise kannst Du einige Zeit in London auch anderweitig realisieren, zB im Rahmen einer kartellrechtlichen Station im Ref. Die englischsprachigen Programme etwa in Leiden oder Amsterdam sorgen aber natürlich auch dafür, dass sich Dein Englisch verbessern sollte (vor allem Dein Drafting).

Wenn Du später den Berufseinstieg im Kartell- und Beihilfenrecht planst, ist ein einschlägiger LLM als fachliche Spezialisierung natürlich auch sehr wertvoll. Gerade Leiden und Amsterdam haben in der Hinsicht einen ziemlich guten Ruf. Solltest du andere Pläne haben (oder später entwickeln), relativiert sich der Wert eines LLM mit entsprechendem Schwerpunkt aber wiederum. Dann sollte der Aspekt der Sprachqualifikation im Vordergrund liegen, wobei dann Ziele wie zB Stellenbosch, UCT usw. wesentlich günstiger sind.

Diese karrierezentrierte Sichtweise ist aber natürlich generell beschränkt sinnvoll; am Ende entscheiden leider vor allem weiterhin auch Deine Examina, über die auch ein Top-LLM nur bedingt hinweghelfen kann. 

Ein möglicher Mittelweg für Dich könnte der LLM in Brügge sein. Unabhängig vom sprachlichen Aspekt hoch angesehen in der Kartellrechts-/EU-Bubble. Setzt solides Französisch voraus, da bilingual. Wesentlich günstiger als KCL und UCL soweit ich weiß, aber dennoch nicht billig. Muss sich vor beiden aber nicht verstecken, im Gegenteil. Auch der EMLE bietet in der Hinsicht m. E. ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, gerade weil man am Ende noch in die USA kann (wenn man das aktuell möchte). Mit Leiden, Amsterdam oder Stockholm machst Du aber wirklich nichts falsch.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.02.2026, 17:55 von 069!.)
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Joko
Posting Freak
*****
Beiträge: 846
Themen: 11
Registriert seit: Dec 2021
#4
08.03.2026, 16:31
Hello,

und wenn du den LLM in Irland machst? Klar, Kartellrechtsbezug eher schwieriger aber du bist mit Ryan sehr günstig schnell in London. Für Englisch absolut gleichwertig und die Studiengebühren sind "nur" ca 1/3 zu Kings College etc.
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Ref0815
Junior Member
**
Beiträge: 9
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2025
#5
21.03.2026, 17:53
M.E. lohnt sich ein LL.M. aus UK/USA rein finanziell betrachtet aufgrund der horrenden Studiengebühren nur, wenn man in der GK arbeitet und die Gebühren entsprechend "schnell" wieder drin hat. Oder wenn man ein Stipendium bekommt, das dürfte aber bei den wenigsten der Fall sein. Ansonsten ist das ganze rausgeworfenes Geld. Ein LL.M. sollte einen auch fachlich weiterbringen. Und das geht auch locker oder sogar besser mit einem europäischen oder sogar deutschen LL.M.

Im übrigen kann man sich Sprachkenntnisse auch relativ schnell im Job aneignen oder durch Zertifikate a la Cambridge Advanced English, TOLES etc. nachweisen. 

Gemessen an deinem anderen Post, in dem du schreibst, dass es mit GK und Staat wohl nichts werden wird, wäre es m.E. nicht sinnvoll dann auch noch riesige Summen für einen teuren LL.M. auszugeben. Mach in doch einfach im europäischen Ausland in einem Rechtsgebiet das dir Spaß macht und wo du später mal hinwillst, nimm den Abschluss mit und genieß dein Leben.
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