20.06.2026, 07:17
Halte das Gehalt auch für angemessen bzw. absolut marktüblich.
Viele haben auch einfach eine Erwartungshaltung die an der Realität vorbei geht.
Ich habe damals auch zur LLM Finanzierung bei einem der Topzahler gearbeitet und dann auch an 4 Tagen so viel wie der Kollege in der kleinen Kanzlei an 5 Tagen. Dass ich mit Mitte 20 mehr verdient habe im Jahr als WiMi als meine Eltern als Akademiker Vollzeit ist natürlich absurd aber anno domini (2021) hat der Coronaboom das hergegeben. Das ist natürlich jetzt anders.
Viele haben auch einfach eine Erwartungshaltung die an der Realität vorbei geht.
Ich habe damals auch zur LLM Finanzierung bei einem der Topzahler gearbeitet und dann auch an 4 Tagen so viel wie der Kollege in der kleinen Kanzlei an 5 Tagen. Dass ich mit Mitte 20 mehr verdient habe im Jahr als WiMi als meine Eltern als Akademiker Vollzeit ist natürlich absurd aber anno domini (2021) hat der Coronaboom das hergegeben. Das ist natürlich jetzt anders.
20.06.2026, 16:01
Ich arbeite gerade als geprüfter Rechtskandidat bei einer Landesbehörde und bin in E9b nach TVL eingruppiert. Die Stellen sind ja der Konzeption nach ähnlich wie Wimis in Kanzleien. Bekomme auf die Stunde ca. 22€ und umgerechnet auf Wochenarbeitstage 760€ was ich auch im Vergleich mit den GK's gar nicht schlecht finde. Also ja im Öffentlichen Dienst ist aus meiner Sicht mehr drinnen.
21.06.2026, 13:47
(20.06.2026, 16:01)jurameuhle schrieb: Ich arbeite gerade als geprüfter Rechtskandidat bei einer Landesbehörde und bin in E9b nach TVL eingruppiert. Die Stellen sind ja der Konzeption nach ähnlich wie Wimis in Kanzleien. Bekomme auf die Stunde ca. 22€ und umgerechnet auf Wochenarbeitstage 760€ was ich auch im Vergleich mit den GK's gar nicht schlecht finde. Also ja im Öffentlichen Dienst ist aus meiner Sicht mehr drinnen.
Das ist der Unterschied, den ich meine. In einem anderen Thread wurde darüber diskutiert, ob ea notwendig ist, das 2. StEx zu machen. In noch wieder anderen Threads, was man macht, wenn man entgültig durch das 2. StEx gefallen ist. Es gibt Jobs für Juristen mit einem StEx. Du hast dir einen davon gesucht. Der Freund des TE dagegen hat sich bewusst etwas als Zwischenstation gesucht. Das ist der Unterschied zwischen euch.
Er hätte seine Bewerbungen anders angehen müssen, um mehr Geld zu bekommen. Dann hätte er aber wiederum auch über seine Motivation für den "vorgezogenen Berufseinstieg" lügen müssen.
Nach wie vor empfehle ich dem Freund, sein Referendariat so schnell wie möglich fortzusetzen. Möchte er das nicht mehr, sollte er sich zumindest einen "vernünftigen" Job suchen, der nicht auf eine Tätigkeit als WisMit ausgelegt ist, sondern echte Zukunftsaussichten hat.
21.06.2026, 16:46
(21.06.2026, 13:47)Egal_ schrieb:Der Job ist aber auch befristet und ich mache das ebenso nur als Überbrückung bis zum Ref, da in meinem Bundesland Wartezeiten bestehen. Dennoch kenne ich viele, die eben im öffentlichen Dienst Ihre Wartezeit überbrücken. Beim Bund gäbe es sogar nochmal deutlich mehr Geld.(20.06.2026, 16:01)jurameuhle schrieb: Ich arbeite gerade als geprüfter Rechtskandidat bei einer Landesbehörde und bin in E9b nach TVL eingruppiert. Die Stellen sind ja der Konzeption nach ähnlich wie Wimis in Kanzleien. Bekomme auf die Stunde ca. 22€ und umgerechnet auf Wochenarbeitstage 760€ was ich auch im Vergleich mit den GK's gar nicht schlecht finde. Also ja im Öffentlichen Dienst ist aus meiner Sicht mehr drinnen.
Das ist der Unterschied, den ich meine. In einem anderen Thread wurde darüber diskutiert, ob ea notwendig ist, das 2. StEx zu machen. In noch wieder anderen Threads, was man macht, wenn man entgültig durch das 2. StEx gefallen ist. Es gibt Jobs für Juristen mit einem StEx. Du hast dir einen davon gesucht. Der Freund des TE dagegen hat sich bewusst etwas als Zwischenstation gesucht. Das ist der Unterschied zwischen euch.
Er hätte seine Bewerbungen anders angehen müssen, um mehr Geld zu bekommen. Dann hätte er aber wiederum auch über seine Motivation für den "vorgezogenen Berufseinstieg" lügen müssen.
Nach wie vor empfehle ich dem Freund, sein Referendariat so schnell wie möglich fortzusetzen. Möchte er das nicht mehr, sollte er sich zumindest einen "vernünftigen" Job suchen, der nicht auf eine Tätigkeit als WisMit ausgelegt ist, sondern echte Zukunftsaussichten hat.
21.06.2026, 22:06
(18.06.2026, 16:35)LäcksSpezialis schrieb: Ich habe gerade mit einem befreundeten Referendar "auf Pause" ein Gespräch geführt. Er hat mir erzählt, dass er sein Referendariat für ca. 1 Jahr pausiert, weil seine Mutter plötzlich an einem Aneurysma verstorben ist. Nun hat er wohl einen Job bei einer mittelständischen Kanzlei angefangen.
Nun kam für mich der Schock:
Er erzählte, dass die Kanzlei ihm bereits ihm mitgeteilt habe, dass sie bei Einstieg maximal nur einen Stundenlohn von 17,40 EUR zahlen - bei 32 bis 40 Stunden die Woche.
Wie gesagt hat er den Job angenommen, aber... ist das nicht viiiiiiel zu wenig? Ich meine immerhin haben wir doch schon ein 1. Staatsexamen und nun auch schon einiges an Praxiserfahrung? (Immerhin darf er wohl 3 von 5 Wochentagen im Home Office arbeiten. Ein VB hat er wohl nicht im 1. StEx, genau ist er dabei aber nicht geworden.)
Bin ich hier vollkommen mit der falschen Erwartungshaltung an die Sache geistig herangetreten wegen der Düsseldorfer GK-Blase, oder ist das wirklich unterirdisch wenig Stundenlohn? Kriegt man nicht sogar im ÖD mehr pro Stunde?
Im Studium wäre das ja mM noch okay gewesen. Aber im Ref/nach 1. StEx?
Ich hoffe mir kann hier jemand ein wenig Perspektive geben.
Ob er das 1. Stex oder ein VB hat ist nur für die Einstellungsentscheidung relevant, nicht aber für die Bezahlung, die ist meistens einfach Verhandlungssache und da ist er wohl nicht so gut weggekommen. Schätze die Kanzlei hat ihn einfach irgendwo in die generelle Kategorie "Werkstudent/Wissmit" unabhängig davon ob er das 1. Ex hat oder nicht "eingruppiert", so dass dann dieser Stundenlohn zustande kommt. Nicht super viel, aber unverschämt wenig ist es auch nicht. Wenn es jetzt ein "echter" Vollzeitjob und nicht nur zur Überbrückung wäre, dann wäre es aber tatsächlich nicht so toll.
Gestern, 13:20
Ich hab von 2018-2020 neben dem Ref 8h als WissMit gearbeitet und hab 16€/h bekommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es einen Unterschied macht, ob man parallel zum Ref arbeitet oder Vollzeit als "Hauptberuf". Aber so frech find ich das Angebot nicht. Ich hab im ersten auch ein VB, aber das war nur relevant dafür, ob ich überhaupt da arbeiten konnte.










