Gestern, 18:17
(Gestern, 11:27)Sonnenschein schrieb:(Gestern, 11:01)advocatus diaboli schrieb: Deinen Schilderungen entnehme ich, dass du bei dem Wechsel primär ein steuerrechtliches Fachwissen aufbauen würdest. Deine Jobchancen wären dann wohl bei einem weiteren Wechsel vor allem auch in dem Bereich gut. Ein Wechsel zu anderen Kanzleien in dem Bereich wären dann sicherlich gut möglich.
Ich kenne mich ehrlich gesagt aber nicht so gut mit den Jobchancen aus, wenn man im Steuerrecht In-house arbeiten möchte. Bei uns im Unternehmen sind in der Steuerabteilung tatsächlich fast gar keine Volljuristen tätig. Lediglich von dem Abteilungsleiter weiß ich das mit Gewissheit.
Wenn dir langfristig ein Unternehmen als Arbeitgeber vorschwebt, dürftest du wahrscheinlich mit dem allgemeinen Wirtschaftsrecht besser bedient sein.
Ja, davon gehe ich aus. Ist ja auch eine Steuerberatungsgesellschaft. Mit natürlich Überschneidungen im Gesellschafts-/Arbeits- oder Zivilrecht...
Naja gut, aber Unternehmen wollen natürlich auch gewisse Erfahrungen, welche ich derzeit einfach nicht wirklich sammeln kann. Allgemeines Wirtschaftsrecht habe ich bislang keine Möglichkeiten bekommen, zwecks Konkurrenz :D
Ich bin nicht versteift auf Unternehmen, vll. gefällt mir ja die Beratung besser oder doch eine Kanzlei irgendwann? Jedenfalls ist mein Profil dann "wertvoller"?
Möchte das Steuerrecht hier nicht schwieriger machen als es ist, aber ohne Vorkenntnisse wirst du die ersten Jahre nur damit verbringen den Rückstand auf deine Kollegen aufzuholen. Die werden zu 90% Vorkenntnisse haben. Dazu ist das StB Examen, wie auch das Jura Examen, darauf ausgelegt, breit gefächertes Wissen abzufragen. Musst also erstmal wieder Generalist im Steuerrecht werden um dann dort Spezialist zu werden. Die Spezialisierung "Steuerrecht" gibt es am Markt nicht.
Wenn du das willst, ist das natürlich machbar. Aber der Weg wird weit und nicht leicht. Allein die Statistik spricht dafür, dass du das StB Examen nicht nur einmal schreiben wirst und das ist nur einmal pro Jahr. Wäre also mit Vorbereitung von einem Jahr mal eben wieder drei Jahre bis zum Examen. Und dann geht die Spezialisierung erst richtig los.


