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  5. Schlimmes Bewerbungsgespräch
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Schlimmes Bewerbungsgespräch
Homer S.
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Beiträge: 538
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2023
#21
20.07.2026, 14:16
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  
(19.07.2026, 15:37)RRalf schrieb:  Also wenn ich hier höre, dass jemand gute Noten, eine Promotion und mehrere Jahre Berufserfahrung aufgrund des Feedbacks zu einem Bewerbungsgespräch wegschmeißen will, wirkt das mit der fehlenden charakterlichen Eignung für eine stressige und konfliktlastige Position bei der Staatsanwaltschaft gar nicht so ungerecht und weit hergeholt.

Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
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Silverywintersweet
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Beiträge: 82
Themen: 9
Registriert seit: Mar 2026
#22
20.07.2026, 14:53
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  
(19.07.2026, 15:37)RRalf schrieb:  Also wenn ich hier höre, dass jemand gute Noten, eine Promotion und mehrere Jahre Berufserfahrung aufgrund des Feedbacks zu einem Bewerbungsgespräch wegschmeißen will, wirkt das mit der fehlenden charakterlichen Eignung für eine stressige und konfliktlastige Position bei der Staatsanwaltschaft gar nicht so ungerecht und weit hergeholt.

Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA

Oh, vielen Dank für den Tipp. Bei Finanzverwaltung hab ich gar nicht an Steuerstrafrecht gedacht, aber das klingt gar nicht nach einer so schlechten Idee!
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Silverywintersweet
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Beiträge: 82
Themen: 9
Registriert seit: Mar 2026
#23
06.08.2026, 14:35
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  
(19.07.2026, 15:37)RRalf schrieb:  Also wenn ich hier höre, dass jemand gute Noten, eine Promotion und mehrere Jahre Berufserfahrung aufgrund des Feedbacks zu einem Bewerbungsgespräch wegschmeißen will, wirkt das mit der fehlenden charakterlichen Eignung für eine stressige und konfliktlastige Position bei der Staatsanwaltschaft gar nicht so ungerecht und weit hergeholt.

Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
Hab mich jetzt wegen deines Tipps bei der Finanzverwaltung/Steuerverwaltung beworben. Mit Steuern hab ich bisher noch gar nichts fachlich zu tun gehabt und ohne deine Empfehlung hätte ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht beworben, aber so dachte ich, dass ich es einfach mal probiere. Machst du Steuerstrafrecht?
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ref26ende
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Registriert seit: Jul 2026
#24
06.08.2026, 20:58
(06.08.2026, 14:35)Silverywintersweet schrieb:  
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  
(19.07.2026, 15:37)RRalf schrieb:  Also wenn ich hier höre, dass jemand gute Noten, eine Promotion und mehrere Jahre Berufserfahrung aufgrund des Feedbacks zu einem Bewerbungsgespräch wegschmeißen will, wirkt das mit der fehlenden charakterlichen Eignung für eine stressige und konfliktlastige Position bei der Staatsanwaltschaft gar nicht so ungerecht und weit hergeholt.

Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
Hab mich jetzt wegen deines Tipps bei der Finanzverwaltung/Steuerverwaltung beworben. Mit Steuern hab ich bisher noch gar nichts fachlich zu tun gehabt und ohne deine Empfehlung hätte ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht beworben, aber so dachte ich, dass ich es einfach mal probiere. Machst du Steuerstrafrecht?

Hab mich auch bei der Finanzverwaltung beworben und habe bald mein Auswahlgespräch bin schon sehr gespannt, weißt du ungefähr wie es abläuft ? ich liebe Strafrecht auch aber meine note reicht leider nicht für die StA, selbständig machen wollte ich mich nicht und hab dann recherchiert und bin bei der Finanzverwaltung fündig geworden, die schreiben ja aus für Führungskräfte und nach 2-3 Jahren kann man wohl auch (zumindest in meinem Bundesland) auch zum Finanzamt für Fahndung und Strafsachen, hab mich bisschen belesen und die Aufgaben klingen ähnlich wie bei der StA. Ich hoffe das klappt dann irgendwann. Bin nur aufgeregt was das Auswahlgespräch betrifft vermutlich wird es eine Art Motivationsinterview und ein Rollenspiel aus dem Alltag sein
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Silverywintersweet
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Registriert seit: Mar 2026
#25
06.08.2026, 21:44
(06.08.2026, 20:58)ref26ende schrieb:  
(06.08.2026, 14:35)Silverywintersweet schrieb:  
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  
(19.07.2026, 15:37)RRalf schrieb:  Also wenn ich hier höre, dass jemand gute Noten, eine Promotion und mehrere Jahre Berufserfahrung aufgrund des Feedbacks zu einem Bewerbungsgespräch wegschmeißen will, wirkt das mit der fehlenden charakterlichen Eignung für eine stressige und konfliktlastige Position bei der Staatsanwaltschaft gar nicht so ungerecht und weit hergeholt.

Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
Hab mich jetzt wegen deines Tipps bei der Finanzverwaltung/Steuerverwaltung beworben. Mit Steuern hab ich bisher noch gar nichts fachlich zu tun gehabt und ohne deine Empfehlung hätte ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht beworben, aber so dachte ich, dass ich es einfach mal probiere. Machst du Steuerstrafrecht?

Hab mich auch bei der Finanzverwaltung beworben und habe bald mein Auswahlgespräch bin schon sehr gespannt, weißt du ungefähr wie es abläuft ? ich liebe Strafrecht auch aber meine note reicht leider nicht für die StA, selbständig machen wollte ich mich nicht und hab dann recherchiert und bin bei der Finanzverwaltung fündig geworden, die schreiben ja aus für Führungskräfte und nach 2-3 Jahren kann man wohl auch (zumindest in meinem Bundesland) auch zum Finanzamt für Fahndung und Strafsachen, hab mich bisschen belesen und die Aufgaben klingen ähnlich wie bei der StA. Ich hoffe das klappt dann irgendwann. Bin nur aufgeregt was das Auswahlgespräch betrifft vermutlich wird es eine Art Motivationsinterview und ein Rollenspiel aus dem Alltag sein

Ich hatte jetzt am Dienstag das Vorauswahlgespräch. Das war wirklich tausendmal angenehmer und besser als bei der StA. Also das war wirklich fast schon nett  :) Ich kann jetzt nur für SH sprechen, aber es lief so ab, dass man nach der Bewerbung eine Eingangsbestätigung bekommen hat und dann nach Ende der Bewerbungsfrist eine E-Mail mit einem Termin für das Vorstellungsgespräch. In SH (und ich glaube fast überall) findet das Vorauswahlgespräch/Vorstellungsgespräch im Rahmen eines strukturierten Interviews statt. Also es ist nicht so krass individuell, weil jeder Bewerber die gleichen Fragen bekommt. Bei mir saßen 6 Leute mit im Raum, wovon hauptsächlich drei Fragen gestellt haben. Es fing damit an, dass ich mich kurz als Person vorstellen sollte, aber nicht anhand meines Lebenslaufs, den hätten ja alle schon gelesen. Ehrlich gesagt hat mich das direkt aus dem Konzept gebracht, weil ich meine Vorstellung nur anhand des Lebenslaufs geübt habe  Cheese Dann wurden verschiedene Fragen gestellt, wie zB "Welche Kompetenzen sollte eine gute Führungskraft Ihrer Ansicht nach haben?", "Wieso glauben Sie, dass Sie die notwendigen Kompetenzen als Führungskraft mitbringen?", "Was müsste passieren, dass Sie Ihre Entscheidung, in der Finanzverwaltung arbeiten zu wollen, bereuen?" (ich bekomm leider nicht mehr alle zusammen). Dann gab es noch ein kurzes Rollenspiel. Eine Person hat die Amtsleitung gespielt, ich sollte die Sachgebietsleitung sein und eine war eine Sachbearbeiterin bei mir. Da ging es dann darum, dass die Amtsleitung mich darauf angesprochen hat, dass die Ein- und Ausgangszahlen nicht passten und wie ich mir die fehlerhaften Zahlen erklären würde. Das fand ich ehrlich gesagt etwas schwer, weil ich ja wirklich null Ahnung hatte  Nervous Nach der Sequenz wurde ich dann auch gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie leicht mir das gefallen ist und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach spielten wir dann die Situation durch, dass ich mit der Mitarbeiterin gesprochen habe, die die Zahlen erfasst und sich herausgestellt hat, dass sie die Zahlen beschönigen wollte. Das Rollenspiel fiel mir dann schon leichter. Danach wurde ich wieder gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach kam die Frage, ob mir bewusst sei, dass wir in SH ein Flächenland seien und ich in ganz SH eingesetzt werden kann und welche Zeit ich für das Pendeln einplanen würde. Zwischendurch gab es auch immer wieder kleine Nachfragen und wie man konkret etwas ansprechen würde oder was man wichtig findet in der Zusammenarbeit. Ich hatte mir relativ viel angeguckt zu dem Aufbau der Steuerverwaltung und für was welche Finanzämter hier zuständig sind usw. Ich glaube, es hätte gereicht, dass man die Stellenanzeige aufmerksam liest und guckt, was für Kompetenzen gefordert sind (aber ich hab auch noch keine Rückmeldung bekommen, ob ich es in die nächste Runde geschafft habe). Fachwissen hat man wirklich gar nicht gebraucht. Bei der StA hatten sie auch immer nach sehr konkreten Situationen gefragt, in denen man beweisen konnte, dass man Verantwortungsbewusstsein hat oder resilient ist oder so. Ich hab mir vorher für ganz viele Kompetenzen 1-2 konkrete Situationen aus meinem beruflichen Alltag überlegt, aber sowas wurde auch gar nicht gefragt. Die wollten auch nicht wissen, wieso ich aus der Anwaltschaft in den ÖD wechseln will oder so. Und das ganze Gespräch hat eher so 40 Minuten gedauert. Am Ende wollten sie noch wissen, ob ich noch Fragen habe.

Eigentlich war das Gespräch wirklich nett, aber ich kann wirklich gar nicht einschätzen, wie es lief. Ich hab wirklich sehr viel Angst, wieder eine Absage zu bekommen  Crying
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.08.2026, 21:50 von Silverywintersweet.)
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Silverywintersweet
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#26
06.08.2026, 21:50
Ich drück dir aber ganz fest die Daumen!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.08.2026, 21:51 von Silverywintersweet.)
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ref26ende
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#27
06.08.2026, 22:10
(06.08.2026, 21:44)Silverywintersweet schrieb:  
(06.08.2026, 20:58)ref26ende schrieb:  
(06.08.2026, 14:35)Silverywintersweet schrieb:  
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  
(20.07.2026, 12:23)Silverywintersweet schrieb:  Ich hab das ja alles immer noch  Happywide Aber diese ganze Art, wie man immer wieder schlecht geredet wird in Jura und einem immer wieder gespiegelt wird, dass man doch nie gut genug ist, verdirbt mit komplett den Spaß. Und es geht hier ja um einen Berufswunsch. Ich möchte einfach gerne im Strafrecht arbeiten, ich habe Stationen im Justiziariat bei der Polizei und bei der KriPo gemacht. Und die Tätigkeit bei der KriPo hat mir auch so mega viel Spaß gemacht. Da hat mir dann nur der juristische Teil (also vor allem das Gerichtsverfahren) gefehlt. Ich finde auch, es macht einen Unterschied, ob die Arbeit stressig ist oder ob mein Charakter schlecht gemacht wird, aber naja. Was bringt mir denn die ganze tolle Ausbildung, wenn mir das Anwaltsdasein keinen Spaß macht, ich nicht in der Verwaltungslaufbahn arbeiten möchte und es in meiner Stadt kaum Stellenangebote gibt, die das abdecken, was ich beruflich gerne machen will.

Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
Hab mich jetzt wegen deines Tipps bei der Finanzverwaltung/Steuerverwaltung beworben. Mit Steuern hab ich bisher noch gar nichts fachlich zu tun gehabt und ohne deine Empfehlung hätte ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht beworben, aber so dachte ich, dass ich es einfach mal probiere. Machst du Steuerstrafrecht?

Hab mich auch bei der Finanzverwaltung beworben und habe bald mein Auswahlgespräch bin schon sehr gespannt, weißt du ungefähr wie es abläuft ? ich liebe Strafrecht auch aber meine note reicht leider nicht für die StA, selbständig machen wollte ich mich nicht und hab dann recherchiert und bin bei der Finanzverwaltung fündig geworden, die schreiben ja aus für Führungskräfte und nach 2-3 Jahren kann man wohl auch (zumindest in meinem Bundesland) auch zum Finanzamt für Fahndung und Strafsachen, hab mich bisschen belesen und die Aufgaben klingen ähnlich wie bei der StA. Ich hoffe das klappt dann irgendwann. Bin nur aufgeregt was das Auswahlgespräch betrifft vermutlich wird es eine Art Motivationsinterview und ein Rollenspiel aus dem Alltag sein

Ich hatte jetzt am Dienstag das Vorauswahlgespräch. Das war wirklich tausendmal angenehmer und besser als bei der StA. Also das war wirklich fast schon nett  :) Ich kann jetzt nur für SH sprechen, aber es lief so ab, dass man nach der Bewerbung eine Eingangsbestätigung bekommen hat und dann nach Ende der Bewerbungsfrist eine E-Mail mit einem Termin für das Vorstellungsgespräch. In SH (und ich glaube fast überall) findet das Vorauswahlgespräch/Vorstellungsgespräch im Rahmen eines strukturierten Interviews statt. Also es ist nicht so krass individuell, weil jeder Bewerber die gleichen Fragen bekommt. Bei mir saßen 6 Leute mit im Raum, wovon hauptsächlich drei Fragen gestellt haben. Es fing damit an, dass ich mich kurz als Person vorstellen sollte, aber nicht anhand meines Lebenslaufs, den hätten ja alle schon gelesen. Ehrlich gesagt hat mich das direkt aus dem Konzept gebracht, weil ich meine Vorstellung nur anhand des Lebenslaufs geübt habe  Cheese Dann wurden verschiedene Fragen gestellt, wie zB "Welche Kompetenzen sollte eine gute Führungskraft Ihrer Ansicht nach haben?", "Wieso glauben Sie, dass Sie die notwendigen Kompetenzen als Führungskraft mitbringen?", "Was müsste passieren, dass Sie Ihre Entscheidung, in der Finanzverwaltung arbeiten zu wollen, bereuen?" (ich bekomm leider nicht mehr alle zusammen). Dann gab es noch ein kurzes Rollenspiel. Eine Person hat die Amtsleitung gespielt, ich sollte die Sachgebietsleitung sein und eine war eine Sachbearbeiterin bei mir. Da ging es dann darum, dass die Amtsleitung mich darauf angesprochen hat, dass die Ein- und Ausgangszahlen nicht passten und wie ich mir die fehlerhaften Zahlen erklären würde. Das fand ich ehrlich gesagt etwas schwer, weil ich ja wirklich null Ahnung hatte  Nervous Nach der Sequenz wurde ich dann auch gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie leicht mir das gefallen ist und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach spielten wir dann die Situation durch, dass ich mit der Mitarbeiterin gesprochen habe, die die Zahlen erfasst und sich herausgestellt hat, dass sie die Zahlen beschönigen wollte. Das Rollenspiel fiel mir dann schon leichter. Danach wurde ich wieder gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach kam die Frage, ob mir bewusst sei, dass wir in SH ein Flächenland seien und ich in ganz SH eingesetzt werden kann und welche Zeit ich für das Pendeln einplanen würde. Zwischendurch gab es auch immer wieder kleine Nachfragen und wie man konkret etwas ansprechen würde oder was man wichtig findet in der Zusammenarbeit. Ich hatte mir relativ viel angeguckt zu dem Aufbau der Steuerverwaltung und für was welche Finanzämter hier zuständig sind usw. Ich glaube, es hätte gereicht, dass man die Stellenanzeige aufmerksam liest und guckt, was für Kompetenzen gefordert sind (aber ich hab auch noch keine Rückmeldung bekommen, ob ich es in die nächste Runde geschafft habe). Fachwissen hat man wirklich gar nicht gebraucht. Bei der StA hatten sie auch immer nach sehr konkreten Situationen gefragt, in denen man beweisen konnte, dass man Verantwortungsbewusstsein hat oder resilient ist oder so. Ich hab mir vorher für ganz viele Kompetenzen 1-2 konkrete Situationen aus meinem beruflichen Alltag überlegt, aber sowas wurde auch gar nicht gefragt. Die wollten auch nicht wissen, wieso ich aus der Anwaltschaft in den ÖD wechseln will oder so. Und das ganze Gespräch hat eher so 40 Minuten gedauert. Am Ende wollten sie noch wissen, ob ich noch Fragen habe.

Eigentlich war das Gespräch wirklich nett, aber ich kann wirklich gar nicht einschätzen, wie es lief. Ich hab wirklich sehr viel Angst, wieder eine Absage zu bekommen  Crying
oh wow danke für die ausführliche Auskunft, ich werde auch so in etwa üben und mit chatti einige Rollenspiele üben:) wie hast du das denn mit der persönlichen Vorstellung gemacht ohne dein Lebenslauf durchzugehen  Nervous glaube das würde mir auch schwer fallen. Und wie lange hast du dich auf das Gespräch zuhause vorbereitet, reichen 6-7 Tage deiner Meinung nach? ich melde mich sobald ich durch bin:) bei uns kommt die Rückmeldung wohl auch innerhalb weniger tage
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Silverywintersweet
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Registriert seit: Mar 2026
#28
07.08.2026, 09:27
(06.08.2026, 22:10)ref26ende schrieb:  
(06.08.2026, 21:44)Silverywintersweet schrieb:  
(06.08.2026, 20:58)ref26ende schrieb:  
(06.08.2026, 14:35)Silverywintersweet schrieb:  
(20.07.2026, 14:16)Homer S. schrieb:  Möchte hier keine direkte Werbung für die Finanzverwaltung machen, aber auch hier gibt es die Möglichkeit im Strafrecht zu arbeiten, ist zwar Sreuerstrafrecht, aber auch hier arbeitest du absolut strafrechtlich und bist sogar deutlich mehr in die Ermittlungen eingebunden als bei der StA
Hab mich jetzt wegen deines Tipps bei der Finanzverwaltung/Steuerverwaltung beworben. Mit Steuern hab ich bisher noch gar nichts fachlich zu tun gehabt und ohne deine Empfehlung hätte ich mich da wahrscheinlich auch gar nicht beworben, aber so dachte ich, dass ich es einfach mal probiere. Machst du Steuerstrafrecht?

Hab mich auch bei der Finanzverwaltung beworben und habe bald mein Auswahlgespräch bin schon sehr gespannt, weißt du ungefähr wie es abläuft ? ich liebe Strafrecht auch aber meine note reicht leider nicht für die StA, selbständig machen wollte ich mich nicht und hab dann recherchiert und bin bei der Finanzverwaltung fündig geworden, die schreiben ja aus für Führungskräfte und nach 2-3 Jahren kann man wohl auch (zumindest in meinem Bundesland) auch zum Finanzamt für Fahndung und Strafsachen, hab mich bisschen belesen und die Aufgaben klingen ähnlich wie bei der StA. Ich hoffe das klappt dann irgendwann. Bin nur aufgeregt was das Auswahlgespräch betrifft vermutlich wird es eine Art Motivationsinterview und ein Rollenspiel aus dem Alltag sein

Ich hatte jetzt am Dienstag das Vorauswahlgespräch. Das war wirklich tausendmal angenehmer und besser als bei der StA. Also das war wirklich fast schon nett  :) Ich kann jetzt nur für SH sprechen, aber es lief so ab, dass man nach der Bewerbung eine Eingangsbestätigung bekommen hat und dann nach Ende der Bewerbungsfrist eine E-Mail mit einem Termin für das Vorstellungsgespräch. In SH (und ich glaube fast überall) findet das Vorauswahlgespräch/Vorstellungsgespräch im Rahmen eines strukturierten Interviews statt. Also es ist nicht so krass individuell, weil jeder Bewerber die gleichen Fragen bekommt. Bei mir saßen 6 Leute mit im Raum, wovon hauptsächlich drei Fragen gestellt haben. Es fing damit an, dass ich mich kurz als Person vorstellen sollte, aber nicht anhand meines Lebenslaufs, den hätten ja alle schon gelesen. Ehrlich gesagt hat mich das direkt aus dem Konzept gebracht, weil ich meine Vorstellung nur anhand des Lebenslaufs geübt habe  Cheese Dann wurden verschiedene Fragen gestellt, wie zB "Welche Kompetenzen sollte eine gute Führungskraft Ihrer Ansicht nach haben?", "Wieso glauben Sie, dass Sie die notwendigen Kompetenzen als Führungskraft mitbringen?", "Was müsste passieren, dass Sie Ihre Entscheidung, in der Finanzverwaltung arbeiten zu wollen, bereuen?" (ich bekomm leider nicht mehr alle zusammen). Dann gab es noch ein kurzes Rollenspiel. Eine Person hat die Amtsleitung gespielt, ich sollte die Sachgebietsleitung sein und eine war eine Sachbearbeiterin bei mir. Da ging es dann darum, dass die Amtsleitung mich darauf angesprochen hat, dass die Ein- und Ausgangszahlen nicht passten und wie ich mir die fehlerhaften Zahlen erklären würde. Das fand ich ehrlich gesagt etwas schwer, weil ich ja wirklich null Ahnung hatte  Nervous Nach der Sequenz wurde ich dann auch gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie leicht mir das gefallen ist und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach spielten wir dann die Situation durch, dass ich mit der Mitarbeiterin gesprochen habe, die die Zahlen erfasst und sich herausgestellt hat, dass sie die Zahlen beschönigen wollte. Das Rollenspiel fiel mir dann schon leichter. Danach wurde ich wieder gefragt, wie ich das Rollenspiel fand und wie ich nach dem Gespräch weiter vorgehen würde. Danach kam die Frage, ob mir bewusst sei, dass wir in SH ein Flächenland seien und ich in ganz SH eingesetzt werden kann und welche Zeit ich für das Pendeln einplanen würde. Zwischendurch gab es auch immer wieder kleine Nachfragen und wie man konkret etwas ansprechen würde oder was man wichtig findet in der Zusammenarbeit. Ich hatte mir relativ viel angeguckt zu dem Aufbau der Steuerverwaltung und für was welche Finanzämter hier zuständig sind usw. Ich glaube, es hätte gereicht, dass man die Stellenanzeige aufmerksam liest und guckt, was für Kompetenzen gefordert sind (aber ich hab auch noch keine Rückmeldung bekommen, ob ich es in die nächste Runde geschafft habe). Fachwissen hat man wirklich gar nicht gebraucht. Bei der StA hatten sie auch immer nach sehr konkreten Situationen gefragt, in denen man beweisen konnte, dass man Verantwortungsbewusstsein hat oder resilient ist oder so. Ich hab mir vorher für ganz viele Kompetenzen 1-2 konkrete Situationen aus meinem beruflichen Alltag überlegt, aber sowas wurde auch gar nicht gefragt. Die wollten auch nicht wissen, wieso ich aus der Anwaltschaft in den ÖD wechseln will oder so. Und das ganze Gespräch hat eher so 40 Minuten gedauert. Am Ende wollten sie noch wissen, ob ich noch Fragen habe.

Eigentlich war das Gespräch wirklich nett, aber ich kann wirklich gar nicht einschätzen, wie es lief. Ich hab wirklich sehr viel Angst, wieder eine Absage zu bekommen  Crying
oh wow danke für die ausführliche Auskunft, ich werde auch so in etwa üben und mit chatti einige Rollenspiele üben:) wie hast du das denn mit der persönlichen Vorstellung gemacht ohne dein Lebenslauf durchzugehen  Nervous glaube das würde mir auch schwer fallen. Und wie lange hast du dich auf das Gespräch zuhause vorbereitet, reichen 6-7 Tage deiner Meinung nach? ich melde mich sobald ich durch bin:) bei uns kommt die Rückmeldung wohl auch innerhalb weniger tage
Bei der persönlichen Vorstellung hab ich dann über mich gesprochen, wo ich aufgewachsen bin, warum ich immer noch in SH bin, was für Hobbys ich habe usw. Aber das war auch echt etwas improvisiert Nervous Mir ist danach so viel eingefallen, was ich gerne noch erzählt hätte und wie man das besser hätte aufbauen können. Ich hab mich auch so eine Woche vorbereitet. Aber hab halt viele Dinge geübt, die dann ja gar nicht relevant waren. Mir fällt es zB super schwer Kompetenzen und Charaktereigenschaften mit wirklich sehr konkreten beruflichen Situationen zu "beweisen". Also ich weiß, dass ich die Kompetenzen habe, aber sowas wie Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit usw. sind mMn ja eher so passive Merkmale, die sich nicht in einer bestimmten Situation zeigen? Das hab ich richtig viel mit Chatgpt geübt, war aber dann gar nicht gefragt. Happywide Aber ich hab bei chatgpt die Stellenanzeige und das Anforderungsprofil reingestellt (also das von Bayern, was ich online gefunden habe) und hab gesagt, er soll zu diesen Sachen ein strukturiertes Interview führen. Mit etwas Vorbereitung geht man ja einfach sicherer in so ein Gespräch rein und ich hab leider niemanden in meinem Umfeld, der diese Art von Bewerbungsgesprächen schon gemacht hat.
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