• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Berufseinstieg nach dem Referendariat
  5. Angst zu kündigen/Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
Antworten

 
Angst zu kündigen/Arbeitslosigkeit im Lebenslauf
LeicaM3
.
**
Beiträge: 18
Themen: 5
Registriert seit: Feb 2024
#1
26.04.2026, 16:14
Hallo,

ich habe Anfang letzten Jahres mein zweites Examen erfolgreich absolviert und arbeite seit ca. einem Jahr im öffentlichen Dienst als Volljurist. Jedoch finde ich es mittlerweile nur noch belastend in meinem jetzigen Beruf. Meine Vorgesetzten sind recht anstrengend und greifen mich und andere Mitarbeitende in Gesprächen gerne mal persönlich an (Sätze wie "Sie sind ja schon eine recht spezielle Person" oder "man kann kaum glauben, dass Sie die gleiche Ausbildung haben wie ich" etc.). Dazu ist die Behörde Teil einer absoluten Mangelverwaltung und es zu viel Arbeit für zu wenig Mitarbeitende. Auch ist die Stelle befristet und in dem Bereich sind Ausschreibungen extrem selten. Demnach bietet die Stelle wenig Perspektive. Ich fühle mich mehr und mehr unwohl dort und möchte dringend den Job wechseln. Da die Belastung immer größer wird, überlege ich zu kündigen, ohne eine andere Stellenzusage zu haben.

Jetzt habe ich ein wenig Angst vor dem, was in meine Personalakte kommt und vor dem Arbeitszeugnis. Wie geht man bei neuen Bewerbungen mit möglichen "schlechten Arbeitszeugnissen". Ehrlich sein und sagen, dass man sich ausprobiert hat und es einfach nicht gepasst hat? Werfen ein paar Monate Arbeitslosigkeit Fragen auf? Vielleicht hat jemand ähnliches schon mal erlebt?
Suchen
Zitieren
Homer S.
Senior Member
****
Beiträge: 507
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2023
#2
26.04.2026, 18:25
(26.04.2026, 16:14)LeicaM3 schrieb:  Hallo,

ich habe Anfang letzten Jahres mein zweites Examen erfolgreich absolviert und arbeite seit ca. einem Jahr im öffentlichen Dienst als Volljurist. Jedoch finde ich es mittlerweile nur noch belastend in meinem jetzigen Beruf. Meine Vorgesetzten sind recht anstrengend und greifen mich und andere Mitarbeitende in Gesprächen gerne mal persönlich an (Sätze wie "Sie sind ja schon eine recht spezielle Person" oder "man kann kaum glauben, dass Sie die gleiche Ausbildung haben wie ich" etc.). Dazu ist die Behörde Teil einer absoluten Mangelverwaltung und es zu viel Arbeit für zu wenig Mitarbeitende. Auch ist die Stelle befristet und in dem Bereich sind Ausschreibungen extrem selten. Demnach bietet die Stelle wenig Perspektive. Ich fühle mich mehr und mehr unwohl dort und möchte dringend den Job wechseln. Da die Belastung immer größer wird, überlege ich zu kündigen, ohne eine andere Stellenzusage zu haben.

Jetzt habe ich ein wenig Angst vor dem, was in meine Personalakte kommt und vor dem Arbeitszeugnis. Wie geht man bei neuen Bewerbungen mit möglichen "schlechten Arbeitszeugnissen". Ehrlich sein und sagen, dass man sich ausprobiert hat und es einfach nicht gepasst hat? Werfen ein paar Monate Arbeitslosigkeit Fragen auf? Vielleicht hat jemand ähnliches schon mal erlebt?

Selbst kündigen und dann arbeitslos sein würde mit Sicherheit fragen aufwerfen und bei einigen nicht positiv aufschlagen (so nachvollziehbar deine Gründe aktuell sein können). Zudem gibt es dann auch kein ALG. 
Ggf ist ja noch was zu retten, wenn du eh gehen willst, kannst du ja voll ins Risiko. Ansonsten wäre ich eher krank als arbeitslos (aber klar, bei Möglichkeit zukünftiger Verbeamtung auf gesundheitliche Eignung achten).

Wann wirst du das nächste mal beurteilt? Ggf. wäre das ein guter Zeitpunkt, dann kann das Arbeitszeugnis nicht schlechter als die Beurteilung sein. Das etwas in der Personalakte vermerkt wird, glaube ich eher nicht, per se darf da nicht einfach nach Lust und Laune reingeschrieben werden - im Zweifel Einsicht nehmen und gegen wehren.

Generell schade, dass es so Arbeitskollegen noch gibt, alles Gute    DaumenHoch
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.04.2026, 18:27 von Homer S..)
Suchen
Zitieren
Spencer
Senior Member
****
Beiträge: 411
Themen: 0
Registriert seit: May 2023
#3
26.04.2026, 18:27
Klingt in meinen Ohren ziemlich besch… 

Die Frage ist, wie hoch dein Leidensdruck ist. Ich war mal in einer ähnlichen Lage wie du und habe rückblickend zu lange gewartet, bis ich gewechselt habe, allerdings nur hausintern. Bei der jetzigen Lage auf dem Arbeitsmarkt würde ich mir eine Kündigung gut überlegen. Kündigung nach kurzer Zeit im öD wirft zumindest Fragen auf. Auch Arbeitslosigkeit kann einen zermürben. 

Hast du schon mal versucht, mit deinen Vorgesetzten zu sprechen? Es gibt doch formelle Feedback-Gespräche. Spätestens dort könntest du offen ansprechen, was dich belastet. Es sei denn, du kommst zu dem Ergebnis, dass das eher den gegenteiligen Effekt hat. So wie du deine Vorgesetzten beschreibst, könnten die das auch als Angriff werten... In diesem Fall würde ich lieber stillhalten und mich stattdessen intensiv nach einer Alternative umsehen. Auch die muss ja nicht für immer sein.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.04.2026, 18:36 von Spencer.)
Suchen
Zitieren
RRalf
Junior Member
**
Beiträge: 42
Themen: 1
Registriert seit: Sep 2025
#4
26.04.2026, 20:28
Bewirb dich aus dem laufenden Arbeitsverhältnis, das funktioniert immer besser.

Schalt halt auf Durchzug, mach Dienst nach Vorschrift und für Bewerbungsgespräche bist du dann krank.

Die paar Bewerbungen kann man auch neben der Arbeit schreiben, dafür muss man nicht kündigen. Der mentale Druck dürfte auch deutlich sinken, wenn du den Job bereits abgehakt hast und hauptsächlich am Exit arbeitest.
Suchen
Zitieren
JurisRef
Member
***
Beiträge: 240
Themen: 6
Registriert seit: Dec 2023
#5
27.04.2026, 08:06
(26.04.2026, 20:28)RRalf schrieb:  Bewirb dich aus dem laufenden Arbeitsverhältnis, das funktioniert immer besser.

Schalt halt auf Durchzug, mach Dienst nach Vorschrift und für Bewerbungsgespräche bist du dann krank.

Die paar Bewerbungen kann man auch neben der Arbeit schreiben, dafür muss man nicht kündigen. Der mentale Druck dürfte auch deutlich sinken, wenn du den Job bereits abgehakt hast und hauptsächlich am Exit arbeitest.

Das mit krank ist natürlich dann ungünstig wenn man in einem Monat plötzlich 15 Vorstellungsgespräche hat 😅
Suchen
Zitieren
Aktenabgrund
Junior Member
**
Beiträge: 20
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2025
#6
27.04.2026, 09:20
Kann mich nur anschließen. Kenne beides - Bewerben aus einem Arbeitsverhältnis und auch aus der Arbeitslosigkeit heraus und zweites ist deutlich schwerer (das hatte ich damals auch absolut unterschätzt).
Versuch dich so gut es geht abzugrenzen, notfalls eben mittels AU.
Suchen
Zitieren
Silverywintersweet
Junior Member
**
Beiträge: 12
Themen: 2
Registriert seit: Mar 2026
#7
28.04.2026, 14:34
Ich arbeite aktuell als Anwältin und hatte auch sehr Probleme mit einer Partnerin. Da vielen dann auch Sätze, die ich absolut herablassend und unangebracht fand. Ich war auch so unzufrieden auf der Arbeit, dass ich tatsächlich gekündigt habe, ohne etwas neues in Aussicht zu haben. Ich bin aber aktuell noch als Promotionsstudentin eingeschrieben und bin in den Endzügen meiner Doktorarbeit. Plan ist jetzt, nächsten Monat die Doktorarbeit fertig zu stellen und dann eine Stelle in der Justiz bei der Staatsanwaltschaft zu finden. Trotzdem find ich die Aussicht darauf, arbeitslos zu sein, auch etwas beängstigend, vor allem bei dem, was man hier so liest. Zwischendurch hab ich mich auch aus dem Beruf heraus als Anwältin in anderen Kanzleien beworben, aber die Konditionen, die angeboten wurden, waren wirklich nicht gut. 

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen! Es ist wirklich super belastend, wenn man zwischenmenschlich mit seinen Vorgesetzten nicht gut klar kommt und nicht mehr gerne zur Arbeit geht. Mental geht es mir auf jeden Fall deutlich besser seit der Kündigung und eine Krankschreibung wegen Psyche oder ein Attest, dass die Kündigung aus psychischen Gründen erforderlich war, wollte ich verhindern.
Suchen
Zitieren
NRW556
Member
***
Beiträge: 96
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2024
#8
28.04.2026, 18:02
Ich kann den Wunsch zu kündigen ohne schon eine schriftliche Zusage für einen anderen AG zu haben absolut nachvollziehen. 

Und ja, rechtlich und tatsächlich ist es besser wenn man aus betrieblichen Gründen gefeuert wird. Kann man ja versuchen zu provozieren.

Nur manche Leute sind einfach grundsätzlich so drauf, dass sie diese Lügen und solche Spielchen hassen, weil es ein Schauspiel ist und sie sich zu stolz dafür sind. 

Solche Sprüche sind eine Respektlosigkeit, die ich mir persönlich nicht im Berufsleben gefallen lassen würde. Die Grundlage für jede Zusammenarbeit wäre damit erschüttert. Mach Dienst nach Vorschrift und zieh dir eine Grenze was für dich noch aushaltbar ist. Und dann geh deinen Weg.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.04.2026, 18:03 von NRW556.)
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus