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Perspektiven Steuerrecht
Engstirn Bräsigmann
Junior Member
**
Beiträge: 12
Themen: 5
Registriert seit: Dec 2022
#1
21.04.2026, 16:33
Hallo zusammen,

ich würde mich sehr über ein bisschen Feedback bzw. eine fachkundige Einschätzung zu meinen Plänen freuen.
Ich bin seit einem halben Jahr Volljurist (hohes b/niedriges b). Bislang war ich fast ausschließlich in einem wirtschaftsrechtlichen Bereich unterwegs. Dabei war ich in mehreren Großkanzleien, als Praktikant als WissMit und als Referendar.
Nun ist es allerdings so, dass ich - ungeachtet meiner schwachen Note im 2. StEx - keine Lust mehr auf Großkanzleien habe. Ich habe dummerweise auch keine Lust auf die bislang fokussierten Rechtsgebiete. Ebenfalls habe ich keine Lust, in eine der klassischen Anwaltsstädte zu ziehen (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg).

Aus verschiedenen persönlichen Gründen möchte ich auch in ländlicheren Regionen arbeiten und mich mit den von mir gewählten Rechtsgebieten langfristig auch selbstständig machen können, wenn ich darauf Lust habe. Die Rechtsgebiete sollten lukrativ sein, ich möchte mich jedenfalls spezialisieren und nicht Mädchen für alles sein. Am meisten interessieren mich Erbrecht und Steuerrecht. Ich denke, das könnte eine gute Kombination und auch lukrativ sein.
Allerdings habe ich bislang keine Vorerfahrungen im Steuerrecht (kein Schwerpunkt, keine Stationen/Praktika). Mein Plan wäre daher, mich beim Finanzamt zu bewerben und parallel in Teilzeit den LL.M. im Steuerrecht der Uni Potsdam zu absolvieren. Das sollte mir einen ersten Durchblick geben. Sollte es mir beim Finanzamt nicht so gefallen, kann ich mich dann auch bei Kanzleien bewerben, die wohl im Steuerrecht keine Berufseinsteiger ohne Vorerfahrung gebrauchen können.

Meine Fragen daher:
  1. Klingt der Plan stimmig und realistisch?
  2. Ist Steuerrecht auf dem Arbeitsmarkt gefragt? Ich habe schon mehrfach gehört, dass stark gesucht wird, weil das nur wenige Juristen freiwillig machen.
  3. Gibt es Erfahrungen zur Selektivität der Finanzverwaltung? Ich möchte mich zunächst in Baden-Württemberg bewerben. Die offizielle Notenschwelle überschreite ich. Kann jemand was zur Einstellungssituation sagen?

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße!
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KissingSpines
Junior Member
**
Beiträge: 40
Themen: 0
Registriert seit: Jun 2025
#2
21.04.2026, 17:16
(21.04.2026, 16:33)Engstirn Bräsigmann schrieb:  Hallo zusammen,

ich würde mich sehr über ein bisschen Feedback bzw. eine fachkundige Einschätzung zu meinen Plänen freuen.
Ich bin seit einem halben Jahr Volljurist (hohes b/niedriges b). Bislang war ich fast ausschließlich in einem wirtschaftsrechtlichen Bereich unterwegs. Dabei war ich in mehreren Großkanzleien, als Praktikant als WissMit und als Referendar.
Nun ist es allerdings so, dass ich - ungeachtet meiner schwachen Note im 2. StEx - keine Lust mehr auf Großkanzleien habe. Ich habe dummerweise auch keine Lust auf die bislang fokussierten Rechtsgebiete. Ebenfalls habe ich keine Lust, in eine der klassischen Anwaltsstädte zu ziehen (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg).

Aus verschiedenen persönlichen Gründen möchte ich auch in ländlicheren Regionen arbeiten und mich mit den von mir gewählten Rechtsgebieten langfristig auch selbstständig machen können, wenn ich darauf Lust habe. Die Rechtsgebiete sollten lukrativ sein, ich möchte mich jedenfalls spezialisieren und nicht Mädchen für alles sein. Am meisten interessieren mich Erbrecht und Steuerrecht. Ich denke, das könnte eine gute Kombination und auch lukrativ sein.
Allerdings habe ich bislang keine Vorerfahrungen im Steuerrecht (kein Schwerpunkt, keine Stationen/Praktika). Mein Plan wäre daher, mich beim Finanzamt zu bewerben und parallel in Teilzeit den LL.M. im Steuerrecht der Uni Potsdam zu absolvieren. Das sollte mir einen ersten Durchblick geben. Sollte es mir beim Finanzamt nicht so gefallen, kann ich mich dann auch bei Kanzleien bewerben, die wohl im Steuerrecht keine Berufseinsteiger ohne Vorerfahrung gebrauchen können.

Meine Fragen daher:
  1. Klingt der Plan stimmig und realistisch?
  2. Ist Steuerrecht auf dem Arbeitsmarkt gefragt? Ich habe schon mehrfach gehört, dass stark gesucht wird, weil das nur wenige Juristen freiwillig machen.
  3. Gibt es Erfahrungen zur Selektivität der Finanzverwaltung? Ich möchte mich zunächst in Baden-Württemberg bewerben. Die offizielle Notenschwelle überschreite ich. Kann jemand was zur Einstellungssituation sagen?

Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße!

Steuerrecht ist stark gefragt, allerdings in Einstiegsstellen nicht gut bezahlt. Da konkurrierst du aus Sicht der marktprägenden BIG 4 mit BWL Masterabsolventen. Die Zulassung als Rechtsanwalt ist zwar gerne gesehen, befähigt aber rein praktisch nicht zur Steuerberatung. Für diese praktischen Kenntnisse gilt weiterhin der Steuerberater als messbares Kriterium.

Die Finanzverwaltung siebt wohl vor allem was Soft Skills angeht im Assessment Center aus, da man vor allem Personalführungsaufgaben übernehmen soll.
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anwalt 2026
Junior Member
**
Beiträge: 12
Themen: 1
Registriert seit: Mar 2026
#3
23.04.2026, 20:16
klingt sehr gut finde ich! ich habe ähnliches Profil und auch keine Lust mehr auf GK, überlege aber mich direkt selbständig zu machen und langfristig Steuerberater zu werden.
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Homer S.
Senior Member
****
Beiträge: 507
Themen: 6
Registriert seit: Apr 2023
#4
23.04.2026, 20:47
Bin in der Finanzverwaltung und klar gibt es Licht und Schatten, habe aber aus Gründen kein Wechselbedürfnis. Die Gesamtbilanz stimmt also.

Zu deinem Plan: Einweisungsjahr und Llm in Potsdam (geht auch in Vollzeit gut) werden dich nicht zu einem auf dem Markt begehrten Steuerexperten machen (meiner Meinung nach ginge das in Zukunft ohnehin eher über legal tech). Das in wenigen Jahren aufholen ist mE nicht möglich. Paar Jahre in dem passenden Referat führen da zu anderen Ergebnissen. Da kannst du dein Gehalt auch gut durch ein paar Vorträge etc aufbessern.
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BlnBrb
Member
***
Beiträge: 72
Themen: 2
Registriert seit: Dec 2022
#5
28.04.2026, 10:57
Dein Plan klingt aus meiner Sicht soweit gut. Auch der LLM an der UP genießt einen sehr guten Ruf. Aber wie meine Vorredner schon angesprochen haben, ist das Maß aller Dinge leider oft nach wie vor das Steuerberater-Examen. Das kannst du ggf. perspektivisch auslassen, wenn du auf dem Land mehr Buchhaltung etc. für Klein- und Mittelstand durch versierte Angestellte anbietest und als Anwalt die kleineren und weniger komplexen Sachen mit begleitest. Finanziell lohnt sich das oft sehr, aber du solltest natürlich auch verstehen, was deine Angestellten machen.
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