• Suche
  • Deine Referendarswelt
    • Juristenkoffer.de - Kommentare mieten
    • RefNews - Das Blog zum Referendariat
    • Infoseiten zum Referendariat
    • Referendarbuchladen - Bücher für Rechtsreferendare
    • Stationsradar.de - Stationsangebote u. Nebenjobs
    • Protokolle-Assessorexamen.de - Protokolle für das 2. Examen
    • Referendarswelt - Die Stadt für Rechtsreferendare
    • Infoseiten: Richter / Staatsanwalt werden
Einloggen oder Registrieren » Hallo, Gast! Auch als Gast kannst Du Beiträge posten. Besser nutzbar ist das Forum aber, wenn Du Dich registrierst und einloggst.
Login
Benutzername/E-Mail:
Passwort: Passwort vergessen?
 
  1. Startseite
  2. Zur letzten Instanz - Das Forum für Rechtsreferendare
  3. Instanzen für Rechtsreferendare
  4. Berufseinstieg nach dem Referendariat
  5. Berufliche Sackgasse Justiziar
Antworten

 
Berufliche Sackgasse Justiziar
Depriqueenie
Junior Member
**
Beiträge: 8
Themen: 7
Registriert seit: Jul 2023
#1
13.05.2026, 21:03
Hallo zusammen,

ich stehe vor dem Berufseinstieg und frage mich, ob der Einstieg als Justiziar an einer Universität mich in eine berufliche Sackgasse manövriert.

Mein Traumberuf wäre eigentlich Syndikusrechtsanwalt in einem Unternehmen. Derzeit ist der Arbeitsmarkt nicht gut und entsprechend sehr wenig in dem Bereich (ohne Berurserfahrung und in meinem erweiterten Einzugsgebiet) ausgeschrieben. 
Ich habe im ersten Examen ein mittleres VB und im zweiten Examen ein hohes B. 
Anwalt möchte ich nicht werden bzw. würde ich es zur Überbrückung schonmal ein Jahr machen, nur wurde ich in Wirtschaftskanzleien bisher abgelehnt. Familienrecht oder Verkehrsrecht wäre vllt möglich, aber das will ich erstens wirklich nicht und zweitens bringt mich das mMn nicht näher an mein Ziel des Syndikus.

Nun stellt sich mir die Frage, wie es auf dem Lebenslauf und für mein weiteres berufliche Fortkommen ausschaut, wenn ich als Justiziar an einer Universität anfange zu arbeiten. Wie sehen das potentielle zukünftige Arbeitgeber? Es ist immerhin eine Verwaltung und dort bzgl. des Hochschulgesetzes und der Forschung ein spezieller Bereich. Natürlich gibt es auch zivilrechtliche Sachverhalte und Verträge, allerdings werde ich z.B. nie Gesellschaftsrecht oder Legal Tech machen. Das ist für Unternehmen oder allgemein die juristische Zukunft recht relevant. 

Außerdem stört mich etwas, dass man sich nicht als Anwalt zulässt und in die GRV einzahlt sowie auch in die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes einzahlen muss.

Daneben ist der Verdienst nach TV-L natürlich recht spärlich, aber das ist eine andere Baustelle. 

Andererseits denke ich mir auch, dass diese Arbeit besser ist als keine Arbeit und ich wenigstens irgendeine Berufserfahrung sammel.

Ich freu mich über jegliche Meinungen!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.05.2026, 21:06 von Depriqueenie.)
Suchen
Zitieren
#Forum.Ads
Advertisement
*******
 
 
 
Erste Infos zum Bewerbungsverfahren für den Justizdienst findest Du auf den Richter-Infoseiten von Juristenkoffer.de:
https://www.juristenkoffer.de/richter/

Darüber hinaus sollte man sich dann mit dem Karriere-Dossier über die Einstellungschancen und Bewerbungsvoraussetzungen informieren. Optional besteht zudem die Möglichkeit, auf die vielen hunderten Erfahrungsberichte anderer Juristen zuzugreifen, die bereits das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert haben:

https://www.juristenkoffer.de/richter/karriere-dossier-richter-staatsanwalt-werden.php
 
BavarianLawyer
Member
***
Beiträge: 237
Themen: 4
Registriert seit: May 2021
#2
13.05.2026, 22:23
Mach das lieber nicht, das hat hohes Frustrationspotential. 
Wenn du Syndikus werden willst würde ich empfehlen weiter nach Kanzleien zu suchen...Mit 2-3 Jahren Berufserfahrung dort, hast du oft bessere Verhandlungsmöglichkeiten bei einem Wechsel
Suchen
Zitieren
Hollah
Junior Member
**
Beiträge: 4
Themen: 0
Registriert seit: May 2026
#3
14.05.2026, 04:49
Hallo, 

ich stehe schon länger im Berufsleben (2. Examen 2017), aber schaue Interessemäßig immer mal wieder vorbei. Sehr überrascht bin ich, dass mittlerweile ein VB und B offenbar nur noch für FWW ausreichen sollen und nicht mehr für GK selbst der zweiten Reihe. Stimmt das wirklich? Das halte ich schon für krass, weil damals mit dem Profil viele noch im MC angefangen haben.

In der Sache rechne ich aber dann auch nicht mit einer raschen Erholung des Arbeitsmarktes. Der Absturz müsste innenpolitisch adressiert werden, da er auch innenpolitisch gestärkt wurde; schließlich fällt Deutschland auch in der Peergroup ab.

Daher dürfte ein übergangsweises Ausweichen auf andere Bereiche wenig Sinn machen, da die Lage sich nicht mittelfristig bessert. Dann besteht in der Tat, dass es nicht nur bei einem Jahr bleibt, sondern man drei oder vier Jahre dort bleibt und anschließend schlecht weg kann.

Will sagen: Die Karten für Syndikusrechtsanwälte waren immer besser, wenn man zumindest ein, zwei Jahre RA mit gewisser Verwandtschaft (Größe des Arbeitgebers, Rechtsgebiet usw.) zur späteren Syndikusstelle war. Justitiar an der Uni kann da weniger nützlich sein, vor allem, wenn du dann vier Jahre bleibst. Auch macht es generell wenig Sinn, etwas auch nur zum Übergang zu machen, wenn man schon vorher über den Gedanken frustriert ist

Daher auch der Rat: Entweder mangels sinnvoller Alternativen im Anwaltsmarkt (und ja, RA im Familienrecht hilft wenig bei angestrebter Syndikusstelle außerhalb dieses Bereichs) den Suchbereich für Syndikusstellen erweitern. Oder den Plan ändern, d.h. Sydikus abschminken. Vielleicht auch über Ausland nachdenken.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.2026, 05:27 von Hollah.)
Suchen
Zitieren
Egal_
Posting Freak
*****
Beiträge: 1.427
Themen: 1
Registriert seit: Feb 2022
#4
15.05.2026, 00:48
Es hängt davon ab, in welchem Rechtgebiet du langfristig arbeiten möchtest. Wie schon gesagt wurde, sollte es deinem Zielrechtsgebiet ähnlich sein, damit es dir nützt. Wenn du also an der Hochschule Arbeitsrecht machen würdest und dies auch später im Unternehmen fortsetzen willst, kann die Stelle an der Uni trotz öD und teils Beamtenrecht hilfreich sein. Da du dich aber anscheinend für Wirtschaftsrecht interessierst, passt die Stelle eher weniger.

Du könntest die Stelle aber auch erst einmal annehmen, damit du von der Arbeitslosigkeit weg bist, dich aber trotzdem weiterhin nach Stellen in Unternehmen umschauen um dann zeitnah zu wechseln. Mehr als zwei Jahre solltest du nicht an der Uni verbringen. Alles darunter kann man mit der schlechten Konjunktur, Rechtsgebietswechsel usw. plausibel erklären.
Grundsätzlich würde ich dir aber auch eher zu einer Stelle in einer Kanzlei raten als in der Uni. Je mehr du in deinem gewünschten Rechtsgebiet oder nah dran arbeiten kannst, umso einfacher ist später der Wechsel ins Unternehmen. Viele Unternehmen bevorzugen Berufserfahrene. Aus dem öD heraus und mit einem Rechtsgebietswechsel startest du quasi fast wieder bei null.
Suchen
Zitieren
« Ein Thema zurück | Ein Thema vor »
Antworten



 

Zur letzten Instanz

Das Forum "Zur letzten Instanz" ist das einzige Forum speziell für Rechtsreferendare. Diskutiere mit bei Fragen Rund um den juristischen Vorbereitungsdienst und zum Zweiten Staatsexamen!

Quick Links



Kontaktiere uns

E-Mail an uns  Datenschutzhinweise

Impressum 

Linearer Modus
Baumstrukturmodus